Neuer Mähdrescher DEUTZ-FAHR C5305

Auch wenn die Ernte 2018 sicher keine typische für Deutschland war, der Trend zur Eigenmechanisierung in der Getreideernte hält nach wie vor an. Viele Landwirte setzen verstärkt auf einen eigenen Mähdrescher, um unabhängig und individuell dreschen zu können.

DEUTZ-FAHR will mit dem neuen Mähdrescher-Modell C5305 den Trend zur Eigenmechanisierung bedienen. Der kompakte Mähdrescher soll alle Arten von Erntegut vearbeiten können und unter schwierigsten Betriebsbedingungen eine gleichbleibender Leistung abliefern, so der Hersteller auf seiner Homepage. 

Antrieb

Die Common-Rail-Motoren des Typs Deutz TCD 6.1 L6 T3A besitzen 12 elektrisch geregelte Ventile, die auch bei wechselnden Lastverhältnissen eine konstante Leistung aufrechterhalten könnten. Die C5205- und die C5305-Ausführungen erbringen jeweils eine maximale Leistung von 160 PS (118 kW) und 180 PS (132 kW). Die Maschine wird über einen Multifunktionshebel in Betrieb genommen, der auch die Hauptfunktionen des Schneidvorsatzes regelt. Die zwei Modelle sind mit einem hydrostatischen 3-Gang-Getriebe ausgestattet.
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Der Fahrer steuert das 3-Gang-Getriebe mit einem einfachen Hebel neben dem Fahrersitz. Die Gänge der Reduziereinheit und des Getriebes überlappen einander, um auf diese Weise einen geräuschärmeren Betrieb zu ermöglichen, ohne dadurch die Langlebigkeit und die Verlässlichkeit der Antriebseinheit in Mitleidenschaft zu ziehen.

Schüttler (Bildquelle: Pressebild)

Kabine

Die Commander Cab EVO bietet laut Hersteller alle zum Betrieb des Mähdreschers erforderlichen Steuer- und Anpassungsfunktionen und verfügt darüber hinaus auch über eine ergonomisch ausgelegte Bedieneinheit für sichere Fahrt sowohl auf der Straße als auch im Feld. Die Hauptkupplungen (Schneidwerk, Dreschsystem und Korn-Entleerung) werden über mechanische Hebel links neben dem Fahrersitz bedient. Dank eines Leistungsüberwachungssystems, das die Windgeschwindigkeit, die Drehzahl der Dreschtrommel und die Verlustrate anzeigt, behalte der Fahrer den Überblick über die Leistung der DEUTZ-FAHR-Mähdrescher.

Der Commander Stick ermöglicht vor allem die Steuerung des Schneidwerks. Mithilfe des CCM-Moduls könne man die Produktionsparameter des Mähdreschers einsehen (abgeerntete Fläche gesamt und partiell, Durchsatz pro Stunde und Verlustrate).

Schüttler (Bildquelle: Pressebild)

Schneidwerk

Mit einer Breite von 3,6 m bis 4,8 m verfügen die Schneidwerke über einen einteiligen Aufbau, der für eine gute Gewichtsverteilung, Stabilität, Langlebigkeit und verlässliche Leistung sorge (unabhängig von der Schnittbreite). Die Einzugsschnecke mit großem Durchmesser ist mit breiten Spiralen und spiralförmig angeordneten Fingern ausgestattet, die einen gleichmäßigen Vorschub und die Weiterleitung des Produktes in den Einzug gewährleisteten. 

Das Tandem-Schneidwerk hat eine im Wechsel angeordnete Schnittfläche. Das Schumacher-System basiert auf einem Planetengetriebe mit Schnittgeschwindigkeiten von 1.220 Schnitten pro Minute. Die Messerklingen werden in einer vollkommen geraden Linie geführt.

Die elektronische Steuerung des Schneidwerks würde eine gleichmäßige Führung in allen Gelände- und Erntebedingungen ermöglichen, heißt es weiter. Darüber hinaus verhindere das System das Schwingen des Schneidwerks während des Transports automatisch.

Die Haspel umfasst sechs Kammleisten: Die Zähne bestehen aus widerstandsfähigem und flexiblem Plastik und können einzeln ausgetauscht und auf einen bestimmten Winkel eingestellt werden. Das Gerät läuft auf mit Teflon-Führungen versehenen Armen, die eine schnelle hydraulische Einstellung des Zahnwinkels ermöglichen. Die Haspel kann in eine beliebige vertikale oder horizontale Position zur Kabine ausgerichtet werden und passt sich auf diese Weise den verschiedenen Erntebedingungen an.

Förderkanal
Der Einzug des Dreschwerks verfügt über eine große Öffnung, die mit an drei Ketten befestigten Führungsstangen versehen ist; die Trägerwellen sind mit Zahradführungen ausgestattet, um ein Herausspringen zwischen den Kettengliedern zu vermeiden und so einen kontinuierlichen Vorschub gewährleisten und den Einzug vor Überlastung schützen. Das elektrische Wendegetriebe von Einzug und Schneidwerk würde das Einzugssystem vor Überlastung schützen.

Dreschsystem

Die Dreschtrommel ist 1110 mm breit und hat einen Durchmesser von 600 mm; sie ist mit acht Korbleisten ausgestattet, die zum schnellen und einfachen Austausch geschraubt sind. Das Erntegut gelangt waagerecht in die Dreschtrommel, um einen gleichmäßigen, verstopfungsfreien Einzug sicherzustellen. Die Trommel ist zu Wartungszwecken durch eine Öffnung über dem Einzug zugänglich.

Der Dreschkorb hat einen Umschlingungswinkel von 121°. Der Abstand zwischen Dreschkorb und Dreschtrommel (im Einzugs- und Ausgabebereich) kann an der Vorder- und Rückseite der Maschine über bequeme Hebel unabhängig eingestellt werden. Für Erntegut, das den Dreschvorgang erschwert, steht außerdem auch eine Reihe von händisch angebrachten Entgrannerblechen zur Verfügung. Es sind drei verschiedene einteilige Ausführungen mit Drahtabständen von 11, 14 und 16 mm erhältlich.

Die fünf Strohschüttler sind geschlossen und auf speziellen, hermetisch dichten, wartungsfreien Lagern angebracht, die Geräuschaufkommen und Verlustleistung reduzieren und so die Standzeit der Welle und der Strohschüttler selbst verlängern, so das Unternehmen weiter.

Die fünf Strohschüttler sind geschlossen und auf speziellen, hermetisch dichten, wartungsfreien Lagern angebracht, die Geräuschaufkommen und Verlustleistung reduzieren und so die Standzeit der Welle und der Strohschüttler selbst verlängern, so das Unternehmen weiter.


Reinigung
Die Turbine ermöglicht die Reinigung großer Getreidemengen; anschließend wird das Getreide auf den Vorbereitungsboden zurückgeleitet, der die maximale Getreideerfassung ohne Überlastung des Dreschwerks gewährleistet.

Der sich hin- und herbewegende einteilige Vorbereitungsboden ermöglicht eine Aufschichtung von Stroh und Spreu: Da diese leichter als das Erntegut sind, werden sie sofort vom Gebläse weggeblasen.
Die Siebe werden über mechanisch gesteuerte Hebel betrieben. Sie sind mit hohen Trennwänden versehen und können leicht entfernt werden. Das Turbinengebläse mit einem Durchmesser von 400 mm ist mit 44 Schaufeln ausgestattet, die die Luft über die gesamte Breite verteilen: Der quer verlaufende Luftstrom wird über Leitbleche geregelt.
Die Überkehrrückführung leitet das zurückkommende Material an den Vorbereitungsboden weiter: Diese Lösung soll das Dreschwerk vor Überlastung und der ständigen Gefahr des Materialbruchs oder -verlustes im Strohschüttler schützen. Spezielle Reibeeinsätze, die in Abhängigkeit vom jeweiligen Getreide ausgetauscht werden können, böten einen zusätzlichen Drescheffekt des gesammelten Ernteguts, um auf diese Weise alle Ährenhälften auszusortieren, die unbeabsichtigt in die Siebe gelangen, heißt es. Die Auffangrate wird permanent überwacht und im Fall einer Überlastung ertönt ein Warnsignal.

Korntank

Der Korntank fasst 4.600-Liter; der Einzug erfolgt über einen Zuführkanal, der die Halmbruchgefahr reduziert und sicherstellt, dass der Tank vollständig gefüllt ist. Die Entleerungskapazität gibt Deutz-Fahr mit 75 l/min an. Die Geschwindigkeit wird über spezielle Leitbleche geregelt, die sich in der Nähe der Entleerungsschnecke innerhalb des Tanks befinden. Die Entleerungsschnecke ist in zwei Längen (4 m oder 5 m) erhältlich, sodass das Erntegut auch auf große Anhängerhöhen verladen werden kann.

Strohhäcksler

Die Position der Gegenschneide beim Strohhäcksler kann an die gewünschte Häckselstufe angepasst werden.
Genau wie der Strohhäcksler ist auch der Spreuverteiler darauf ausgelegt, das Material auch auf dem breitesten Schneidwerk gleichmäßig zu verteilen und auf diese Weise eine Durchmischung des zerkleinerten Materials zu erzielen.


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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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