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Neuer Radlader Claas Torion 1511 P

Claas hat einen neuen Radlader im mittleren Segment vorgestellt. Der Sechszylindermotor im Torion 1511 P leistet nun 228 PS und damit 40 PS mehr als der 1511. Neues auch bei den großen Torion 1913 wird 2014.

Mit dem Torion 1511 P verstärkt Claas seine mittlere Radlader-Baureihe um ein antriebsstarkes Modell mit günstigem Leistungsgewicht, das sich insbesondere für den Siloeinsatz und als produktiver Taktgeber in der Großballenlogistik eignen soll.

Die mittlere Baureihe im Torion Programm bei Claas umfasste bisher drei Modelle. Verstärkung kommt nun in Form des Modells 1511 P. Das Kürzel „P“ steht hierbei für Power.

Modelle

Modelle (Bildquelle: Claas)

Mehr Motorleistung, stärkerer Fahrantrieb

Der 6,8l große DPS-Sechszylinder mit Abgasstufe V leistet im neuen Torion bei Nenndrehzahl 168 kW/228 PS und damit genau 40 PS mehr als im 1511. Das maximale Drehmoment von 900 Nm bei 1.600 U/min sorgt für ausreichend Leistungsreserven auch für die höchsten Fahrsilos, erklärte der Hersteller am Donnerstag bei einer Präsentation auf einem Betrieb nahe Meißen.

Die Dynamic Cooling-Funktion unterstütze die Maschine mit bedarfsgerechter Lüftersteuerung von 100 bis 1.050 U/min. Das Zeitintervall für die serienmäßige Umkehrfunktion des Lüfters lässt sich im Bedienterminal einstellen.

Der Dieseltank kann optional 310 l fassen. Der quer und weit hinten eingebaute Motor soll die Wartung erleichtern.

Zusätzliche Dynamik würde der Radlader durch die auf 145 ccm vergrößerte Ölpumpe des Varipower Fahrantriebs erreichen, die so zu einer Endgeschwindigkeit bei 1.800 Motorumdrehungen führe. Zum Vergleich: Der Torion 1511 besitzt eine Hydraulikpumpe mit 105 ccm Kapazität.

Bei schnellen Ladezyklen soll der neue 1511 P zudem durch sein geringes Einsatzgewicht überzeugen, das 300 kg unter dem des 1511 liegt und zu einem günstigen Leistungsgewicht von nur 62 kg/PS führt. Dabei lasse sich der Fahrantrieb in drei Stufen und damit stets in der optimalen Übersetzung fahren, heißt es. Bei Geschwindigkeiten über 16 km/h wird der zweite Axialkolbenmotor automatisch abgeschaltet. Varipower bietet darüber hinaus den gleichen Wirkungsgrad bei Vorwärts- und Rückwärtsfahrt und eine hydraulische Unterstützung beim Verzögern, was Bremsen- und Reifenverschleiß reduziert.

Traktion auch unter schweren Bedingungen gewährleisten laut Claas die großen Räder bis 750/65 R26er Maß und die zwei Antriebsachsen mit Selbstsperrdifferentialen mit 45 % Sperrwert. Die Kotflügel der Vorderräder lassen sich stufenlos um bis zu 10 cm nach innen verschieben, wodurch eine optimale Sicht auf die Außenkanten der Vorderräder bei Arbeiten an Silowänden erreicht werde. Die Schmutzfänger lassen sich für Arbeiten auf Fahrsilos darüber hinaus um 36 cm in der Höhe verstellen. Ein optionaler robuster Anfahrschutz im Heck verhindert bei Kollisionen Beschädigungen am Basisfahrzeug.

Radlader

Die Kabine (Bildquelle: Pressebild)

Schnellere Ladezyklen dank gesteigerter Durchflussmenge

Wie auch die übrigen drei Bautypen der mittleren Baureihe kann der Torion 1511 P wahlweise mit P- oder Z-Kinematik mit optionaler Schwingungsdämpfung inklusive vier Betriebsarten bestellt werden. Mit dem optionalen High-Lift-Hubgerüst lässt sich der Schaufeldrehpunkt von 3,93 m auf 4,51 m erhöhen.

Automatikfunktionen wie die programmierbare Schaufelrückführung Smart Loading oder die Hubhöhen- und Senktiefenbegrenzung erleichtern laut den Entwicklern das Handling und steigern die Umschlagleistung. Wie auch bei den anderen Torion der mittleren Baureihe kann für die Bedienung der Ladeanlage zwischen Mehrhebelbedienung, Joystickbedienung oder den Multifunktionshebel gewählt werden. Gegen Aufpreis kann Claas auch für den 1511 P ein Wiegesystem mit programmierbaren Zielgewichten liefern.

Die maximal verfügbare Durchflussmenge der Load-Sensing-Arbeitshydraulik beträgt beim Modell 1511 P 228 l/min und damit 30 l/min mehr als beim 1511, wobei die Reaktionsgeschwindigkeit der jeweiligen Hydraulikfunktion aus der Kabine heraus individuell angepasst werden kann. Dem dritten und vierten Steuerkreis stehen bis zu 126 l/min bei 200 bar zur Verfügung.

Lader

Durch den weiter hinten sitzenden Motor benötigt der Lader kein so großes Heckgewicht. (Bildquelle: Pressebild)

K80 Anhängung verfügbar

Im Heck lässt sich der Torion 1511 P wahlweise mit Zugmaul, Rangierkupplung oder sogar mit höhenverstellbarer K80 Anhängung ausrüsten. Letztere bietet eine horizontale Belastung von max. 20 t und eine zulässige Stützlast von 1,5 t. Zusätzlich ist optional eine Zweikreis-Druckluftbremsanlage für den Anhängerbetrieb lieferbar.

Neue Features für die mittlere Baureihe

Auch die übrigen Torion der mittleren Baureihe – 1177, 1410 und 1511 – erhalten zum Produktjahr 2022 neue Ausstattungsmöglichkeiten und Funktionen. Claas hebt beispielhaft die zusätzlich zum Lenkrad optional erhältliche Joystick-Lenkung heraus, die beim Arbeiten anstelle des Lenkrades genutzt werden kann. In der Kabine gibt es zudem ein neues Bedienfeld in der rechten Armlehne, und der Kurvenradius der Frontscheibe wurde für eine unverzerrte Sicht nach vorne verkleinert. Als optionales Feature ist nach wie vor eine dynamische Lenkübersetzung lieferbar.

Radlader

Einstellungsmenü (Bildquelle: Pressebild)

Optional sind ein neues, integriertes und hochgenaues Wiegesystem ebenso lieferbar wie eine Reifendrucküberwachung im Terminal. Das Abgasrohr wird optional in korrosionsbeständigem Edelstahl geliefert.

Im Kabinendach lassen sich aufpreispflichtig bis zu 10 LED-Arbeitsscheinwerfer unterbringen, welche die zwei LED-Hauptscheinwerfer mit seitlichen Zusatzscheinwerfern neben dem Ladegerüst ergänzen. Für mehr Sicherheit beim Rückwärtsfahren kann zwischen verschiedenen Ausrüstungen wie Heckkamera, akustischen Warnmeldern oder Warnblitzleuchten (wahlweise Halogen oder LED) gewählt werden.

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Aus Torion 1812 und 1914 wird Torion 1913 und 2014

Radlader

Neu: Torion 1913 und 2014 (Bildquelle: Pressebild)

Die großen Agrarradlader von Claas, Torion 1812 und 1914 werden nun durch zwei neue Modelle mit neu designtem Vorderwagen und Hubgerüst für gesteigerte Überladehöhe und Überladeweite abgelöst. Die Typenbezeichnung ändert sich auf 1913 und 2014.

Beide besitzen nun einen um 10 cm verlängerten Radstand. Die Höhe des Schaufeldrehpunktes beträgt dank der längeren Schwingen sowohl bei Agrarkinematik wie auch bei Z-Kinematik nun 4,15 m - ein Plus von 23,5 cm. Mit der neuen Z-HL Highlift-Kinematik kann jetzt auch mit Z-Kinematik eine Überladehöhe von 4,70 m erreicht werden.

Die Ausbrechkräfte und Kipplasten wurden in diesem Kontext und angesichts nochmals vergrößerter Schaufelvolumen auf 165 kN und 12.500 kg (Torion 1913) bzw. 175 kN und 13.750 kg (Torion 2014) erhöht. Neben dem verlängerten Radstand sorgt das höhere Einsatzgewicht von 18,5t (Torion 1913) bzw. 19,6t (Torion 2014) für eine optimale Ausbalancierung und maximale Standsicherheit auch bei hoher Last. Die maximal verfügbare Hydraulikleistung wurde von 234 l/min auf 290 l/min erhöht, was schnellere Ladezyklen möglich macht.

Radlader

Terminal (Bildquelle: Pressebild)

Effizient dank Niedrigdrehzahl und CMATIC

Entsprechend den gesteigerten Hubkräften und Gewichten wurde die Motorleistung angepasst, um weiterhin schnelle und dynamische Ladezyklen zu garantieren. Der Torion 1913 bringt es mit seinem effizienten Liebherr-Vierzylinder mit 7,01 l Hubraum auf nunmehr 163 kW/222 PS, der Torion 2014 mit 7,96 l Hubraum auf 183 kW/249 PS.

Die Maximalleistungen erreicht der Lader bereits bei 1.150 U/min, das maximale Drehmoment liegt bei 1.100 U/min an. Über das leistungsverzweigte Cmatic Getriebe wird die Motorleistung anschließend effizient in Vortriebskraft der Räder umgewandelt.

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Kabine im Torion (Bildquelle: Pressebild)


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