Neuheiten bei den Monosem-Drillen

Zur vergangenen SIMA hatte Monosem einige Weiterentwicklungen bei seinen Drillmaschinen vorgestellt. Wir erklären Ihnen die Verstellung des Reihenabstandes, den Umbau von 12 Rübenreihen auf 8 Maisreihen in weniger als 30 Minuten, die neue Kraftübertragung CableDrive, die neuen Terminals und den zentralen Düngerkasten.

Zur vergangenen SIMA hatte Monosem einige Weiterentwicklungen bei seinen Drillmaschinen vorgestellt.

Mit der neuen universalen Monosem MIXED Sämaschine etwa kann der Reihenabstand schnell und mit einem einfachen System geändert werden. Auf der Messe zu sehen waren die MONOSEM MIXED TFC2 und MIXED Monoblock2 Einzelkornsämaschinen.

EasySlide‐Platten für die Verstellung des Reihenabstandes

Die auf EasySlide‐Platten befestigten Säelemente können seitlich über eine Spindel verschoben werden. Der Stellbereich pro Element beträgt 250 mm. Durch die neuen EasySlide‐Platten werden die Säelemente nur minimal (75mm) nach hinten versetzt. Ein automatisches Schließsystem hält die Säelemente in Arbeitsposition. Sobald der Reihenabstand geändert ist, können die unbenutzten Säelemente hydraulisch ausgehoben werden.

Die EasySlide‐Platten können auf den TFC2 und Monoblock2 Rahmen montiert werden. Beide Rahmen haben Fronträder so dass die Säelemente auf dem Hauptrahmen problemlos verschoben werden können. Bei Bedarf kann die Spurweite bei den Radblöcken schnell verändert werden.

Umbau von 12 auf 8 Reihen in 30 Minuten

Mit den, auf einem 6 m TFC2 Rahmen montierten EasySlide‐Platten, wird es möglich, mit einem Schraubenschlüssel auf dem Feld, eine 12‐Reihige Sämaschine (Reihenabstand 45 oder 50 cm) in eine 8‐Reihige (Reihenabstand 75 oder 80 cm) umzuwandeln. So kann mit einer einzigem MONOSEM Einzelkornsämaschine Zuckerrüben, Raps, Mais, Bohnen etc. gesät werden. Der verwendetet TFC2‐Rahmen besitzt ein „Freilaufsystem“ für die perfekte Bodenanpassung. Die EasySlide‐Platten können auch auf einem Monoblock2 Teleskoprahmen montiert werden: in diesem Fall kann ein 6‐reihige Sämaschine (Reihenabstand 75 oder 80 cm) in eine 7‐reihige Sämaschine (Reihenabstand 56,2 oder 60 cm) umgewandelt werden, so dass mit dieser Maschine Kulturen wie Mais, Sonnenblumen, Raps, Sorghum und Soja gesät werden können.

Neuheit: CableDrive

Nach dem Schaltgetriebe EasyGear, zeigte MONOSEM auf der SIMA jetzt die Vorteile des CableDrive. Die Kraftübertragung am Säelement zwischen Antriebswelle und Säkopf wird von dem CableDrive übernommen und ersetzt hier die Kette. Der CableDrive ist komplett wartungsfrei.

Um die Wartung der Sämaschinen zu erleichtern, bietet MONOSEM einen Kabelantrieb für die Produktpalette Monoshox NG Plus M an. Dieses neue Antriebssystem ersetzt die Kette und den Kettenspanner auf jedem Säaggregat. Dieses System besteht aus einem flexiblen Kabel, das an jedem Ende mit einem Winkelgetriebe ausgestattet ist. Dieses Kabel ist dauergeschmiert und somit wartungsfrei. Hierdurch können die Wartungszeiten am Sägerät reduziert werden. Dieses System soll mit der Zeit eine gleichmäßige Kraftübertragung garantieren, welche sich in einer hohen Ablagegenauigkeit wiederspiegelt.

Zwei verschiedene CableDrive Versionen werden angeboten. Bei der CableDrive Standard kann jede Säreihe manuell am Winkelgetriebe abgeschalten werden. Bei der zweiten Version ist eine elektromagnetische Abschaltung eingebaut, dadurch kann jedes Säelement von der Schlepperkabine aus abgeschaltet werden. Die elektrischen Abschaltungen können durch ein manuelles Bedienpult oder über eine, in der Maschine verbaute, Säüberwachung angesteuert werden. Das Anlegen von Fahrgassen sowie das Umsetzen des Section Control ist in Verbindung mit einer hierfür geeigneten Säüberwachung, in der Kombination mit einem GPS Empfänger, möglich.

"Clean hands"

Dieses Antriebssystem erweitert das angebotene Sortiment. MONOSEM hat hiermit eine Lösung gefunden, um die Anzahl der Ketten am Sägerät zu  minimieren und so die Wartung sowie die Einstellung der Sämaschinen mit mechanischem Antrieb zu erleichtern. So sind die Schaltgetriebe EasyGear, die Einstellung der Düngerstreuer und Microgranulatstreuer mit Variator FertiDrive, MicroDrive und jetzt der Antrieb der Säelemente mit dem neuen Kabelantrieb kombinierbar .

Säüberwachungen

Die CS 10 sowie die CS 30 sind neue Säüberwachungen. Das Terminal ist ergonomisch aufgebaut, durch den integrierten Griff soll eine gute Bedienung mit dem Daumen auch während der Fahrt sowie bei unebenen Gelände möglich sein. Die neuen Säüberwachungen haben erweiterte Funktionen. Hier sei es möglich einzelne Reihen aus der Mitte der Maschine, ohne die Demontage der Lichtschranken, nicht zu überwachen. Das wäre bei der Aussaat von Vermehrungsflächen sowie beim Einsatz der Monosem Mixed Maschinen nötig.
 
CS 10

Die CS 10 arbeitet mit Hilfe eines zweifarbigen LED Systems, der Fahrer wird hier über den Durchfluss der Körner informiert. Die LED Kontrollleuchten blinken, bei regelmäßiger Durchflussmenge der Körner, grün. Wenn Körner in einer oder mehreren Reihen fehlen, hören die LED‘s der entsprechenden Reihen auf zu blinken und ein Warnsignalton ertönt. Hier ist es auch möglich die Säüberwachung bei einzelnen Reihen abzuschalten (z.B. bei einer Mixed Sämaschine oder bei der Aussaat von Saatgutvermehrungsflächen). Die CS 10 ist in zwei Versionen erhältlich: die CS 10‐8 kann bis zu 8 Säreihen und die CS 10‐16 bis zu 16 Säreihen überwachen.
 
CS 30

Die CS 30 kann bis zu 18 Säreihen verwalten. Auf dem Farbbildschirm wird die Aussaatstärke der einzelnen Reihen, die durchschnittliche Ausbringmenge sowie die Fahrgeschwindigkeit angezeigt. Durch den an der CS 30 verbauten USB‐Anschluss ist eine Aktualisierung der Software leicht möglich. Bei der CS 30 besteht die Möglichkeit die Überwachungsfunktionen zu erweitern. Die CS 30 kann auf Wunsch die Drehzahl der Turbine, die Drehzahl der Antriebswelle des Microgranulatstreuers und die Passage des Düngemittels überwachen (Lichtschranke und Optogeber verfügbar als Option). Die Möglichkeit einzelne Reihen nicht zu überwachen ist hier auch gegeben.

Neu: Zentraler Düngerstreuer

Der neue Düngerbehälter mit einem Volumen von 740 Litern ist für die Einzelkornsämaschinen für die 4‐Reihigen Sämaschine der Baureihen NC, NG Plus 4, und NG Plus M (Monoshox) mit Normal‐ und Doppelscheibenschar erhältlich. Der Düngebehälter hat eine große Öffnung für eine leichte Befüllung unter anderem mit Big‐Bags oder dem Frontlader. Die Ausbringung des Düngers erfolgt über Dosierschnecken, über zwei große Klappen kann der Behälter schnell entleert werden.

Der Düngerstreuer ist auf einem extra stabilen Einzel‐Rahmen mit geschweißten Drei‐Punkt‐Bock montiert. Durch die kompakte Bauweise wird das Gewicht des Düngers nur wenig nach hinten verlagert. Diese Eigenschaft des neuen Düngerstreuers ermöglicht z.B. eine kombinierte Saat mit einer Kreiselegge. Bei einem Reihenabstand von 75 oder 80 cm ist eine Transportbreite von 3 m möglich. Für Sonderfälle ist eine Transportbreite von 2,55 m bei Reihenabstand 70 cm oder 75 cm möglich.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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