GPS

Niedersachsen stellt SAPOS-Dienste ab sofort kostenlos zur Verfügung

In Niedersachsen stehen den Landwirten ab sofort die GPS-Korrekturdaten SAPOS kostenfrei zur Verfügung.

Niedersachsen stellt ab sofort die Korrekturdaten des Satellitenpositionierungsdienstes der deutschen Landesvermessung (SAPOS) kostenlos zur Verfügung. Die Korrekturdaten ermöglichen Landwirten in Deutschland eine genaue Positionsbestimmung in Echtzeit.

Das Landwirtschaftsministerium fördert die kostenlose Bereitstellung der SAPOS-Dienste in den nächsten Jahren mit 325.000 Euro pro Jahr. Niedersachsens Agrarministerin Barbara Otte-Kinast sagte, die Positionsdaten ermöglichen ein zentimetergenaues Arbeiten auf Acker- und Grünlandflächen, sodass Betriebsmittel eingespart werden könnten. "So können zum Beispiel Dünge- und Pflanzenschutzmittel bedarfsgerecht und ressourcenschonend eingesetzt werden. Das dient dem Umweltschutz und das wollen wir unterstützen.“

Die Dienste werden vom Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen angeboten.Die Anmeldung zu den kostenfreien SAPOS-Diensten ist über die Internetadresse http://www.sapos.niedersachsen.de/ möglich.

Hintergrund

Die SAPOS-Dienste ermöglichen auf Grundlage der globalen Satellitennavigations­systeme GPS (Global Positioning System, USA), GLONASS (Global Navigation Satellite System, Russland) und künftig Galileo (Europäische Union) eine hochgenaue Positionsbestimmung in Lage und Höhe. Mit moderner Technik wird der Raumbezug schnell und präzise bereitgestellt.

Abgestimmt auf die individuellen Anforderungen werden zwei Echtzeit- und ein Postprocessing-Dienst angeboten: Der Echtzeit-Positionierungs-Service (SAPOS-EPS) ermöglicht Positionierungen im Dezimeterbereich. Mit dem Hochpräzisen Echtzeit-Positionierungs-Service (SAPOS-HEPS) werden Genauigkeiten zwischen 1 bis 3 cm in Lage und Höhe erreicht. Die höchste Genauigkeit, die bis in den Millimeterbereich hineinreicht, liefert der Geodätische Postprocessing-Positionierungs-Service (SAPOS-GPPS).

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Klaus Fiederling

Wir Bauern können mehr - Wir Bauern können Zukunft! ...und Peter Pickel sagt uns wie das geht.

Welche Investionen sind parallel dazu auf den Höfen zu schultern? - Pro Fahrzeug, pro mobilem Arbeitsgerät! Da hypermoderne Smartphones aktuell um die 1.000,00 € kosten, dürfte diese Technik pro Fahrzeug also kaum höher anzusiedeln sein, jeder Betrag darüber hinaus kommt mithin einer brutalen Abzocke gleich, oder nicht!? // Wenn die Bauern ihre Verbindung zu den SAPOS-Servern herstellen, was passiert hernach mit deren Daten? Welche Zugriffsmöglichkeiten haben unbekannte Dritte sodann möglicherweise? // Erst unlängst meldete sich Peter Pickel, Experte für Zukunftstechnologien in der LW bei Johne Deere, anlässlich eines Interviews im Manager-Magazin zu Wort. Nach seiner Darstellung sei mittels intelligenter Technologie „SEE an SPRAY“ 70-90% Einsparpotential im Pflanzenschutzmitteleinsatz in der LW durchaus machbar. - Warum informiert uns Bauern dahingehend unsere Fachpresse nicht, hier reden wir von wahren Quantensprüngen! - Hoch lebe BIO(!?), sollte genau das von heute auf morgen so umzusetzen sein. Gleichwohl ziehen damit natürlich tiefschwarze Wolken am Horizont der Agrochemiegiganten auf; kostet ein solcher Aufbruch in das neue Zeitalter innerhalb der LW im gleichen prozentualen Verhältnis dort Arbeitsplätze? Zurück zur Hacke und Forke für diese freigesetzten Arbeitskräfte, die ja schließlich eine landwirtschaftsnahe Ausbildung genossen haben! So manches Werbebudget für die landwirtschaftlichen Printmedien wird damit sicherlich auch erheblich kleingeschrumpft. Demnach lassen alle Federn, alles ist in einem solchen Wandel inbegriffen...!

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