Rasspe Doppelschlaufenknoter RS 9000

Bislang setzen die Knoten als schwächstes Glied das Limit für die Garnbindung bei Ballenpressen. Der neue Doppelknoter von Rasspe besitzt keine Knüpferscheiben mehr, sondern zwei Knoterhaken. Damit wird die Zugfestigkeit von Garnen besser ausgenutzt.

Bislang setzen die Knoten als schwächstes Glied das Limit für die Garnbindung bei Ballenpressen. Der neue Doppelknoter von Rasspe besitzt keine Knüpferscheiben mehr, sondern zwei Knoterhaken. Damit wird die Zugfestigkeit von Garnen besser ausgenutzt, da Schlaufenknoten eine höhere Ausnutzung der maximalen Reißkraft des jeweiligen Pressengarns zulassen.

Mit der Neuerung setzt Rasspe nach eigener Aussage erstmals das Schlaufenknoterprinzip in einem Doppelknotersystem für Quaderballenpressen um. Das System soll höhere Pressdichten als bisher ermöglichen. Zudem biete ein auf dem RS 9000 basierender Knotertisch weitere Vorteile wie den Einsatz dickerer Garne und besondere Servicefreundlichkeit. 

  •  20% höhere Ausnutzung der maximalen Garnfestigkeit
  •  erhöhte Rückhaltekraft des Bindesystems und somit höhere Ballendichten
  •  Leistungssteigerung in Bezug auf höhere Ballengewichte senkt Logistikkosten fürBergung,  
     Transport und Lagerung.
Der RS 9000 basiert auf mehreren konstruktiven Merkmalen, in denen er sich deutlich von gängigen Doppelknotern unterscheidet:
  •  Verwendung von zwei Knoterhaken
  •  geschlossener, wartungsarmer Hauptantrieb
  •  Reduzierung auf 1 Welle anstatt 3-Wellenbetrieb (Knoter, Garnriegel, Obernadel)
  •  Integration von Elementen der Knoterperipherie in den Knoter (z.B. Bindezusatzteile)
  •  Knüpferscheibe ist eliminiert
  •  permanente Oberfadenbetrieb (Obernadel ist wegrationalisiert)
Entscheidend für die Leistungssteigerung ist laut dem Unternehmen die höhere Knotenfestigkeit sowie die höhere Ausnutzung der maximalen Reißkraft. Aus den Leistungs- und Konstruktionsdaten ergeben sich mehrere Möglichkeiten, die Leistungssteigerung in Maschinenkonzepten umzusetzen.

Weitere Vorteile

Rasspe Schlaufenknoterprinzip

Rasspe Schlaufenknoterprinzip (Bildquelle: Rasspe )

Das Rasspe Doppelschlaufen-Knotersystem ermöglicht es, mit 6 Fäden eine höhere Ballendichte bei Presskanalbreiten von 1,20 m zu erzielen. Es könnten um bis zu 20%-Punkte höhere Ballenkräfte unter gleicher Bindemittelzahl gehalten werden, heißt es. Um vergleichbare Ballendichten sicher zu binden, werden weniger Knotereinheiten als in gängigen Doppelknoter-Systemen benötigt. Dies reduziert Maschinenkosten sowie den Garnbedarf im Einsatz, erklärt das Unternehmen der Group Schumacher. So belaufe sich beispielsweise die Einsparung an Garnkosten je Ballen bei Einsatz eines 5-Faden-Systems im Vergleich zum 6-Faden-System auf 16 %. Bei nur 5.000 Ballen pro Saison ergebe sich eine Betriebsmittelreduzierung von rund 1.500 Euro.

Mehr Knoter auf gleicher Arbeitsbreite

Die Reduzierung des Fadenabstands zwischen den Kotern einer Knoterwelle sei mit den platzsparenden neuen Doppelknotern möglich. Maximal kann auf einer Arbeitsbreite von 1,20 m ein 8-Faden-Betrieb anstatt 6 Knotern und damit zusätzliche Bindekraft installiert werden.
 
Der einzelne Knoter kann leicht von der einzigen Antriebswelle entkoppelt werden. Dies verringert laut den Ingenieuren die Service- und Standzeiten und erhöhe die Schlagkraft der Presse.

Erstmals könnten auch problemlos dickere Garne eingesetzt werden, um die Haltekraft am Ballen zu
erhöhen. War bisher der Einsatz auf Garne mit 110-130 m/kg aufgrund konstruktiver Zwänge beschränkt, sind nun auch Garnqualitäten von bis zu 90-100 m/kg möglich.


 


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