Wald und Forst

Ratgeber: Sägewerke für Einsteiger

Schadholz lässt sich kaum vermarkten, und Balken und Bretter sind teuer wie nie. Warum eigenes Holz nicht selbst einschneiden? Dafür gibt es einfache Bandsägewerke, die erstaunlich viel können.

Viele Waldbesitzer kennen die Situation: Bei ihrem Schadholz können sie kaum die Kosten fürs Fällen und Rücken decken, und im Handel ist der Preis für Bauholz extrem hoch. Manche Praktiker überlegen deshalb, ihr Holz einzuschneiden, auf Lager zu legen oder schon länger geplante Bauprojekte damit umzusetzen. Der Haken: Große Sägewerke nehmen kaum kleine Privataufträge an und Mobilsäger gibt es nicht in allen Regionen.

Die Hersteller von Bandsägewerken haben reagiert und bieten seit einiger Zeit auch kleinere Einsteiger-Anlagen an. Die Preise dafür bewegen sich im Schnitt zwischen 3.000 und 6.000 €. Mit diesen Geräten schaffen Sie Stämme von bis zu 60 cm Durchmesser, teils auch etwas mehr. Wir haben uns am Markt umgesehen und stellen Ihnen hier die Technik der kleinen Sägewerke vor.

Unendliche Schnittlänge

Bandsägewerke sind weitgehend ähnlich aufgebaut: Ein Wagen mit einem höhenverstellbaren Bandsägekopf fährt über das Sägebett, auf dem der Stamm liegt.

Das Sägebett besteht aus einer Profilkonstruktion und muss meist selbst montiert werden. Bei den Standardgeräten ist die maximale Stammlänge meist auf 3,5 bis 4 m begrenzt. Alle Firmen haben aber Verlängerungselemente im Programm. Damit ist die Schnittlänge theoretisch unendlich. Diagonale Streben erhöhen die Stabilität des Betts.

Durch höhenverstellbare Füße lässt sich das Bett auf dem Boden ausrichten. Dafür ist ein fester Untergrund am besten geeignet.

Meistens ist die Stammauflage nur 20 bis 30 cm hoch. Das hat Vorteile, wenn Sie den Stamm manuell per Wende- bzw. Kanthaken auf die Säge rollen. Zum Ausrichten und Fixieren des Stamms ist es aber auf die Dauer bequemer, wenn das Sägebett deutlich höher ist. Dazu gibt es teils Füße, die sich unter dem Grundgestell verschrauben lassen. Im Internet findet man Videos von Kleinsägern, die sich ein stabiles Untergestell aus Holz gebaut haben.

Um den Stamm auf das Bett zu rollen, gibt es Rampenstücke, die sich auf dem Seitenprofil der Säge einhaken lassen. Federbelastete Klappen verhindern bei einigen das Zurückrollen der Stämme. Bei manchen Anbietern gibts als Zubehör eine Kurbelwinde, mit der Sie den Stamm auf das Bett rollen können. Wer aber einen Frontladerschlepper oder Stapler hat, findet einen bequemeren Weg.

Wichtig sind möglichst einfach verstellbare Fixierelemente für das Holz. Die Fixierung ist meist zweiteilig gelöst. Auf der einen Seite gibt es Stammhalterungen bzw. Anschläge, die im rechten Winkel zum Sägebett stehen. Die Seitenstützen liegen auf der Zugseite der Bandsäge und müssen sich einfach in der Höhe verstellen lassen, damit Sie die Metallstützen später nicht mit dem Sägeband erwischen.

Auf der anderen Seite fixieren Spindeln den Baumstamm. Die Spindel sitzt an einem schwenkbaren Arm, der sich schnell in Breite und Höhe verstellen lassen muss. So können Sie den Klemmmechanismus einfach an die Schnitthöhe und den Stammdurchmesser anpassen. Denn je nach Strategie, wie Sie später den Stamm aufschneiden, müssen Sie ihn mehrmals drehen und fixieren. Die Haltedorne lassen sich weit herausdrehen, damit sie am Stamm auch über die Rundung greifen.

Praktisch: Bei machen Firmen gibt es gegen Aufpreis zusätzliche Exzenterspanner, mit denen die Arbeit deutlich schneller geht. Die Exzenterspanner setzen Sie meist ein, wenn der Stamm bereits gerade Kanten zum Fixieren bietet.

Bei allen Fixierwerkzeugen sollten Sie darauf achten,...


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