Ausland

Russische Landtechnikhersteller melden kräftigen Umsatzzuwachs

Die russischen Landtechnikhersteller melden deutliche Absatzsteigerungen bei ihren Neumaschinen. Gründe sind die gute Liquidität sowie das staatliche Investitionsförderprogramm.

Die russischen Hersteller von Landmaschinen haben ihre In- und Auslandserlöse in der ersten Hälfte 2021 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich gesteigert. Wie der Branchenverband Rosspetsmash in Moskau mitteilte, wurde von Januar bis Juni des laufenden Jahres ein Erlös am Binnenmarkt von umgerechnet insgesamt 1,08 Mrd. € verzeichnet; das waren 49 % mehr als in der Vorjahresperiode.

Als einer der Hauptgründe für die positive Entwicklung werden die guten Preise für landwirtschaftliche Produkte genannt. In der Folge sei die Liquidität der Agrarunternehmen für Modernisierungsinvestitionen gestiegen. Auch die staatliche Förderung zum Ausbau der Produktion und des Transports hätten die Inlandsnachfrage nach russischen Landmaschinen beflügelt. Deswegen hätten die Hersteller ihre Produktion im Berichtszeitraum im Vergleich zum ersten Halbjahr 2021 deutlich ausgeweitet.

Beispielsweise stieg laut Rosspetsmash die Herstellung von Pflügen um 67,9 % auf 1.800 Stück sowie die von Traktoren um 43 % auf 2.800 Stück und die von Eggen um 45 % auf 3.700 Stück an. Die Erzeugung von Feldspritzen und Sämaschinen erhöhte sich um 37,3 % auf 953 Stück beziehungsweise 15,4 % auf 3.700 Stück. Außerdem wurde die Herstellung von Getreidereinigungsmaschinen um 15,8 % auf 922 Stück ausgeweitet und die Produktion von Mähdreschern um 10,2 % auf 3.800 Stück.

Nichtsdestoweniger forderte Rosspetsmash Russlands Premierminister Mikhail Mischustin auf, den diesjährigen Etat des staatlichen Förderprogramms für die Landwirtschaft und die Landmaschinenhersteller um umgerechnet 69 Mio. € auf 184 Mio. € aufzustocken. Bis zum 28. Juli seien bereits 120,8 Mio. € an Zuschüssen für Landmaschinenkäufe abgerufen worden.

Derweil meldete Rossspetsmash für die russischen Landtechnikexporte im ersten Halbjahr 2021 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Plus der Erlöse von 35 % auf 115,1 Mio. €. Wichtigste Kunden waren die Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) und die Europäische Union.

Derweil beschloss Moskau, den diesjährigen Etat für die Subvention von Agrarexportkosten angesichts der intensiven Nachfrage um 50 % auf 51,8 Mio. € aufzustocken. Die Fördergrenze liegt bei 30 % des Wertes der transportierten Produkte.


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