Förderprogramm

Russland weitet Traktorproduktion kräftig aus

Das russische Förderprogramm für die Landtechnikhersteller, die Verfügbarkeit von landwirtschaftlichen Maschinen auf den Höfen zu erhöhen, scheint zu fruchten.

Die russische Landtechnikbranche hat ihre Produktion in den vergangenen Jahren mit staatlicher Unterstützung deutlich gesteigert. Wie der Präsident des Verbandes für Sondermaschinen und -ausrüstung (Rosspetsmash), Konstantin Babkin, Ende Januar in Moskau berichtete, wurden 2019 insgesamt 3.255 Traktoren hergestellt; das waren sechsmal so viele wie 2013.

Außerdem sei der Produktionswert von anderen landwirtschaftlichen Maschinen von 2013 bis 2018 um 230 % auf 100,6 Mrd Rbl (1,5 Mrd Euro) gestiegen, wobei vor allem Fortschritte bei der Herstellung von inländischen Bauteilen erzielt worden seien.

Babkin begründete die positive Entwicklung unter anderem mit dem staatlichen Förderprogramm für die Landtechnikhersteller, das am 1. Januar 2013 in Kraft getreten war. Ziel des Programms ist es, die Verfügbarkeit von landwirtschaftlichen Maschinen in der russischen Landwirtschaft zu erhöhen.

Während der Programmlaufzeit wurden die Förderkonditionen immer großzügiger gestaltet. Während anfangs beim Landtechnikkauf staatlich finanzierte Rabatte von 15 % bis 20 % gewährt wurden, liegt der Höchstsatz inzwischen bei 30 %.

Nach Einschätzung von Babkin ermöglichen die Produktionskapazitäten bis 2023 eine weitere Steigerung der Traktorproduktion; es sei sogar eine Verdreifachung möglich. Dafür müssten allerdings jährliche Fördermittel von mindestens 16,5 Mrd Rbl (239,4 Mio Euro) bereitgestellt werden, so der Verbandspräsident.


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