Güllefass

Stapel-Gülletechnik bietet mit ProDrive Steuerung der Triebachse

Der Einsatz von ProDrive soll die Triebkraft einer Güllefassachse um bis zu 100 kW steigern. Somit sei eine Material- und bodenschonende Wendefahrt möglich, sagt AgrarPro.

Die neue Firma AgrarPro bietet mit ProDrive eine Kombination aus Triebachse und ProDrive, womit es möglich wird, die Triebkraft des Zugfahrzeuges um bis zu 100 kW zu erhöhen. Ebenso wird eine Schlupfminimierung erreicht und kleinere Zugfahrzeuge können höhere Anhängelasten bewegen, heißt es. Verbaut werden kann die Technik u.a. bei Stapel-Güllefässern.

Eine Ballastierung des Zugfahrzeuges aus antriebstechnischer Sicht sei nicht mehr notwendig und trage somit ebenso zur Bodenschonung bei, erklärt der Hersteller weiter. Ebenso würde das System die Spurtreue des Anhängers bei Hangfahrten somit die Sicherheit des Einsatzes erhöhen.

Weiterhin besteht die Möglichkeit die ProDrive über einen manuellen oder automatischen Modus zu steuern und somit für die individuellen Einsatzmöglichkeiten eine individuelle Steuerung zu realisieren. Im Manuellen Modus lässt sich die Antriebsleistung prozentual auf dem Terminal einstellen. Im automatischen Modus wird ein Vergleich zwischen dem Schlupf des Zugfahrzeuges und des Anhängers durchgeführt. Anhand dieses Vergleiches wird die optimale Antriebsdrehzahl eingestellt.

Die ProDrive lässt sich in zwei Fahrstufen regeln. Je nachdem, welche Übersetzung vom Getriebe gewünscht ist.

Die nötige Sicherheit sei durch eine Notstopfunktion gegeben. Eine Differenzialsperre ermöglicht sowohl in Vorwärtsfahrt als auch in Rückwärtsfahrt eine Material- und Bodenschonende Wendefahrt.

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Technische Daten (Bildquelle: AgrarPro)

ProSteer: Elektro­hydraulische Lenkung

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Ackerfahrt (Bildquelle: AgrarPro)

Ebenfalls im Programm ist eine elektrohydraulische Lenkung. Denn Bodenschonung nimmt in der Landwirtschaft einen immer höheren Stellenwert ein, begründet der Anbieter. Durch immer größere und damit schwerere Agrartechnik nehmen die Bodenschadverdichtungen kontinuierlich zu.

Die Minimierung von Bodenschadverdichtungen könne mithilfe derProSteer erreicht werden, indem alle Achsen des Anhängers individuell gelenkt werden und dadurch die Scherkräfte zwischen Bodenoberfläche und den Rädern minimieren. Wenn alle Achsen gelenkt werden verringert sich der Wenderadius und der Reifenverschleiß nimmt ab. Der Fahrer hat die Möglichkeit individuell zu entscheiden, welche Achsen angesteuert und gelenkt werden sollen.

Mithilfe der Allradlenkung besteht die Möglichkeit verschiedene Fahrprogramme mithilfe der ProSteer zu realisieren.

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Straßenfahrt (Bildquelle: AgrarPro)


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