Wallner Double Cutting Master

Zum Zerkleinern von Maisstoppeln bietet Wallner eine schneidende Front- und Heckkombination an, mit insgesamt drei Messerwalzen und vier Wellenscheibenreihen zum Längs- und Querschneiden der Stoppeln. Unsere Kollegen der Fachzeitschrift profi haben die Kombi auf Maisstroh eingesetzt.

Zum Zerkleinern von Maisstoppeln bietet Wallner eine schneidende Front- und Heckkombination an, mit insgesamt drei Messerwalzen und vier Wellenscheibenreihen zum Längs- und Querschneiden der Stoppeln. Unsere Kollegen der Fachzeitschrift profi haben die Kombi auf Maisstroh eingesetzt.

Front- und Heckgerät unterscheiden sich dabei vor allem durch die Anzahl Messerwalzen: Vorne ist eine und am Heck sind zwei verbaut. Außerdem gibt es für das Frontgerät einen optionalen Lenkblock.

Die drei Messerwalzen haben je einen Durchmesser von nur 37,5 cm, was für hohe Umfanggeschwindigkeiten und eine gute Selbstreinigung sorgt. Die Messerwalzen sind mit acht Messerreihen bestückt, die theoretisch mit einem Abstand von 15 cm schneiden. Die sechsfache Messerwalze des Frontgerätes schneidet mit 19,5 cm Abstand.

Gefertigt sind die Messer aus Hardox 500 mit einer beidseitigen Schneide zum Wenden der Messer. Profi kritisiert dabei allerdings, dass die extrem dünnen Messer sehr schnell nachgeben und bei Hindernissen verbiegen. Die Wellscheiben bestehen hingegen aus verschleißfestem Borstahl. Alle Scheiben messen 52 cm im Durchmesser und sind einzeln auf den beiden 2,88 m breiten Wellen verschweißt. Ein Austausch der einzelnen Scheiben ist so nicht möglich.

Die Arbeitstiefe stellt man über zwei Spindeln ein, die sich allerdings nicht arretieren lassen. Nicht gut gelungen finden die Tester außerdem den schwergängigen Lenkblock für das Frontgerät, einen fehlenden Unterfahrschutz und die schmächtigen Kegelrollen-Wellenlager. Probleme bereiteten außerdem Verstopfungen zwischen den Messerwalzen und den Lagerböcken. Zweifel an der Haltbarkeit kommen profi auch an den rechtwinkligen Schweißnähten und der doppelten Parallelogramm-Führung auf. Für Gegendruck vom hinteren Parallelogramm sorgt ein dw-Steuerkreis.
 
Gut sei hingegen, dass alle Drehpunkte von Parallelogramm dank ihrer Lagerung per Kunststoffbuchse wartungsfrei sind. Ebenso durchdacht sei die Rahmenkonstruktion mit den teilweise um 45 ° gedrehten Querholmen. So bleibe weniger Schmutz darauf liegen, allerdings umso mehr auf den Gewichten. Die Gewichte bringen 520 kg zusätzlichen Druck auf den Boden.

Fazit: Das Arbeitsergebnis war laut profi beeindruckend gut. Die Zerkleinerung der Stoppeln und vor allem die Zerfaserung sei sehr hoch, auch in den Fahrspuren, so die Tester. Nur ganz vereinzelt hätten sich ungebrochene Stängel gefunden.

Das Frontgerät kostet 5.770 Euro, das Heckgerät 8.570 Euro. Als Leistung wird ein Schlepper ab 100 PS empfohlen. Den ausführlichen Testbericht mit weiteren positiven und negativen Details finden Sie in der profi2/2016.


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