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Weidemann 1390 Hoflader der "Next Generation"

Weidemann hat die 13er Serie überarbeitet. Es gibt einen neuen Motor der Abgasstufe V und mit dem 1390 auch ein ganz neues Modell.

Mit neuem Motor der Abgasnormstufe V und vielen Komfiguratioonsmöglichkeiten kommt der Weidemann Hoftrac 1390 auf den Markt. Die Kipplast mit Schaufel gerade ist zwischen 1.610 bis 2.100 kg angesiedelt – je nach Motorisierung und Ausstattung der Maschine.

Mit dem neu entwickelten elektronisch geregeltem Fahrantrieb ecDrive sollen sich für den Anwender erweiterte Einsatzmöglichkeiten und ein ganz neues Fahrgefühl ergeben, heißt es. In dieser Größenklasse besonders sei das sehr gute Raumangebot von Fahrerstand und Kabine, wirbt die Firma.

Verschiedene Motorisierungen für optimale Leistungsentfaltung.

Der 1390 wird zukünftig in drei Yanmar Motorisierungen angeboten. Der Einstiegsmotor liegt bei 18,4 kW /25 PS und die größere Variante bei 33,3 kW/45,3 PS. Darüber hinaus gibt es einen weiteren kraftvollen Motor mit einer Leistung von 40,1 kW/54,5 PS.

Der neue Einstiegsmotor soll aber laut Angabe des Herstellers über eine Performance verfügen, die oberhalb der PS-Klasse angesiedelt ist. Grund soll der von Weidemann exklusive, neu entwickelte elektronisch geregelte Fahrantrieb, der sogenannte ecDrive (Electronic Controlled Drive) sein. Er ermöglicht auch in geringeren PS-Klassen eine erhöhte vollumfängliche Leistung der Maschine.

Ein weiterer Vorteil soll darin bestehen, dass der 25 PS Motor die Abgasnormstufe V erfüllt und dabei komplett ohne Abgasnachbehandlung auskommt. Diese Motorisierung ist unter anderem gut geeignet für Anwender, die eher weniger Betriebsstunden von ihrer Maschine abfordern. Eine Kombination aus hoch effizientem Fahrantrieb und einem Motor ohne Abgasnachbehandlung wird in dieser Maschinenklasse nur von Weidemann angeboten.

Bei den beiden 45,3 und 54,5 PS Varianten wurde die Abgasnormstufe V, durch den Einbau eines Dieselpartikelfilters (DPF) in Kombination mit einem Dieseloxydationskatalysator (DOC), umgesetzt. Der Vorteil besteht darin, dass bei dieser Technologie keine Harnstofflösung (DEF) zugesetzt werden muss. Die gesamte Motoreinheit kommt, inklusive der Abgasnachbehandlung, von Yanmar, so dass sämtliche Komponenten aufeinander abgestimmt sind und die Maschine bei entsprechender Betriebstemperatur automatisch regeneriert.

Weidemann 1390

Weidemann 1390 (Bildquelle: Pressebild)

Der kleine Motor bietet eine Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h. Bei den großen Motoren kann man zwischen 20 oder aber 30 km/h Höchstgeschwindigkeit wählen. Die Arbeitshydraulik des neuen Laders liegt bei 41,6 l/min beziehungsweise in Verbindung mit den größeren Motoren bei 49,4 l/min oder wahlweise 58,5 l/min. Neu ist die Option High-Flow mit dann sogar 84 l/min. Die High-Flow Hydraulik ist perfekt geeignet um eine hohe hydraulische Leistung für lange Zeit permanent abzurufen, z.B. im Einsatz mit einer Schneefräse oder großen Mähern und Mulchern.

Für unterschiedliche Schubkräfte kann man beim neuen 1390 zwischen den folgenden drei Achsen wählen: Neben der Standardachse T94 mit hydrostatischem Allradantrieb ohne Differentialsperre lässt sich die Maschine ebenfalls mit zwei Planetenachsen PA 940 mit wahlweise 22,7 oder 26,4 kN Schubkrafterhöhung inkl. Differentialsperre ausstatten. Die Differentialsperre ist bei diesen beiden Achsen immer bei Bedarf zuschaltbar und wirkt mit 100 % auf Vorder- und Hinterachse. So ist maximale Traktion garantiert, ohne einen negativen Einfluss auf Kraftstoffverbrauch oder Reifenverschleiß zu haben, wie es bei anderen Systemen der Fall ist.

Gute Zugänglichkeit

Generell wurde von Weidemann bei der Überarbeitung des Modells 1390 ein großes Augenmerk auf eine noch bessere Wartungs- und Servicezugänglichkeit gelegt. So lässt sich die Motorhaube weit nach oben öffnen und sämtliche Bauteile, die gewartet werden müssen, sind leicht zugänglich platziert. Der kippbare Fahrerstand wurde ebenfalls beim 1390 umgesetzt, so dass hier ein perfekter Zugang zu allen darunterliegenden Komponenten gewährleistet ist.

Weidemann 1390

Weidemann 1390 (Bildquelle: Pressebild)

Neu konzipiert wurde die Anordnung der folgenden technischen Komponenten im Inneren der Maschine: Die geführte Schlauch- und Kabelverlegung mit Fixpunkten und Haltern sowie die Platzierung von Sicherungen, Relais und der Steuergeräte sorgen für eine hohe Haltbarkeit und geringe Stillstands Zeiten. Im Falle einer Reparatur sind diese schnell und einfach austauschbar.

Weidemann ecDrive – der neue elektronisch geregelte Fahrantrieb

Mit dem neuen elektronisch geregeltem Fahrantrieb ecDrive (Electronic Controlled Drive) kann der 1390 komplett bedarfsgerecht gefahren und angewendet werden. Speziell dafür wurden von Weidemann vier unterschiedliche Fahrmodi umgesetzt.

Der Auto-Modus soll für die gewohnte 100% Performance des Laders sorgen, erklärt Weidemann weiter. Im Eco-Modus wird die Motordrehzahl nach Erreichen der gewünschten Fahrgeschwindigkeit auf 2.200 U/min abgesenkt, so dass sowohl eine Geräuschreduzierung als auch Kraftstoffersparnis möglich sind. Das schont den Bediener und senkt die Kosten. Die volle Leistung steht dem Fahrantrieb aber auch im Eco-Modus zur Verfügung.

Die beiden weiteren optionalen Fahrmodi sind speziell für den Einsatz von hydraulisch betriebenen Anbaugeräten bzw. die optimierte Ausführung des Y-Ladezyklus konzipiert. Im sogenannten Anbaugeräte-Modus wird die Anwendung von Anbaugeräten unterstützt. Hierbei stellt man mit dem Handgas die Drehzahl des Dieselmotors ein und regelt die Fahrgeschwindigkeit mit dem Fahrpedal oder dem Tempomat. Mit dessen Hilfe können Geschwindigkeiten sehr fein in 0.10 km/h Schritten über das Display eingestellt werden. Es handelt sich dabei um eine Tempomat-Funktion. Dies soll einen konstanten Vorschub für das Anbaugerät sorgen.

Weidemann 1390

Weidemann 1390 (Bildquelle: Pressebild)

Wird die Last am Anbaugerät zu hoch (z.B. diverses Schnittgut vor einem Mulcher), verringert die Maschine automatisch die Geschwindigkeit, um dem Anbaugerät die höchstmögliche Leistung zur Verfügung zu stellen. Ist die Last beseitigt, wird auf die voreingestellte Geschwindigkeit zurück geregelt. Möchte man allerdings Fahr- bzw. Rückfahrbewegungen schneller ausführen, kann jederzeit durch Bedienung des Fußpedals übersteuert und die Maschine sogar auf Maximalgeschwindigkeit gebracht werden.

Der M-Drive Modus ist die richtige Wahl für die optimale Ausführung von Ladezyklen mit kurzen Fahrwegen, den sogenannten Y-Ladezyklen: Hierbei stellt man mit dem Handgas die Drehzahl des Dieselmotors ein und steuert mit dem Fahrpedal die Fahrgeschwindigkeit bzw. den Steuerdruck. Damit wird das Inchen überflüssig und die Ausführung von schnellen Y-Ladezyklen unterstützt.

Mit diesen neuen Fahrmodi könne der 1390 und die Hydraulikölmenge der verschiedenen Anbaugeräte in der Anwendung sehr feinfühlig dosiert und gesteuert werden. Somit wird der Einsatz von Anbaugeräten bzw. das Ladespiel deutlich effizienter und komfortabler.

Weidemann 1390

Weidemann 1390 (Bildquelle: Pressebild)

Parkbremse

Die neue elektrische Parkbremse bietet sowohl eine Auto-hold als auch Hill-hold Funktion. Die Bremse wird automatisch aktiviert, wenn die Maschine still steht, die Fahrtrichtung auf neutral gestellt wird, der Fahrer den Sitz verlässt oder den Motor aus stellt. Desgleichen wird die elektrische Parkbremse automatisch gelöst, wenn die Maschine über das Fahrpedal in Bewegung gesetzt wird. Die Bremse kann auch manuell per Schalterbetätigung aktiviert bzw. deaktiviert werden.

Bedarfsgerechte Ladeanlage

Weidemann bietet bei allen Maschinen die für die Maschinengröße passende Kinematik an. Standard beim 1390 ist die P-Kinematik, welche durch eine exakte Parallelführung über den gesamten Hubbereich überzeugt. Optional ist zudem eine länger ausgeführte Schwingenversion der P-Kinematik verfügbar, welche die Hubhöhe um 20 cm erhöht. Außerdem ist ebenfalls eine P-Z-Kinematik verfügbar, eine Kombination aus P-Kinematik und Z-Kinematik. Sie ermöglicht beachtliche Hub- und Reißkräfte und hat dabei eine fein abgestimmte Parallelführung.

Weidemann 1390

Weidemann 1390 (Bildquelle: Pressebild)

Die serienmäßig verbauten Flat-Face Hydraulikkupplungen können einfach gereinigt werden und sorgen für weniger Verschmutzung im gesamten Hydrauliksystem. Beim Ankuppeln der Hydraulikschläuche tritt kaum Leckage auf, sodass die Hände, die Maschine, das Anbaugerät und der Untergrund sauber bleiben. Mit den Flat-Face Hydraulikkupplungen können Anbaugeräte auch unter Druck gekuppelt werden, was eine Zeitersparnis bringt. Alle Kupplungstypen sind am gleichen Schott montiert und somit einfach zugänglich.

Für ein noch leichtertes An- und Abkuppeln von hydraulisch betriebenen Anbaugeräten ist zudem die Funktion Druckentlastung 3. Steuerkreis wählbar, die gut erreichbar vorn an der Ladeschwinge angebracht wird.

Ergonomische Fahrerstände mit Multifunktions-Joystick

Weidemann 1390

Weidemann 1390 (Bildquelle: Pressebild)

Die Maschine besitzt ein komplett neu entwickeltes Interieur und farborientiertes Bedienkonzept. Der ergonomische Fahrerstand bietet eine übersichtliche, nach einem Farbsystem aufgebaute Schalteranordnung. Alle Bedienelemente befinden sich in Griffnähe und die wichtigsten Maschineninformationen hat der Fahrer im gut angeordneten Display stets im Blick.

Das Lenkrad kann, je nach Anforderung des Fahrers, individuell in Höhe und Neigung verstellt werden. Damit wird gewährleistet, dass jeder Fahrer ergonomisch und ermüdungsfrei mit der Maschine arbeiten kann. Die bereits beim bisherigen Modell gute Übersichtlichkeit wurde noch einmal verbessert. So wurde beispielsweise der Dachausschnitt mit Schutzgitter sowohl beim Fahrerschutzdach als auch bei der Kabine vergrößert, um eine perfekte Sicht auf den Arbeitsbereich oben zu gewährleisten.

Bereits im Standard hat die Maschine LED Arbeitsscheinwerfer (2 vorne und 1 hinten) mit je 1.000 Lumen. Die Beleuchtung kann auf unterschiedliche Anforderungen mit weiteren Arbeitsscheinwerfern mit jeweils 2.000 Lumen noch weiter verstärkt werden. Dies ermöglicht ein sicheres und individuell angepasstes Arbeiten mit der Maschine bei Dunkelheit. Eine gute Ausleuchtung des Arbeitsbereiches lässt den Fahrer längere Zeit ermüdungsfrei mit der Maschine arbeiten.

Weidemann 1390

Weidemann 1390 (Bildquelle: Pressebild)

In dieser Größenklasse verfügt die Maschine über eine sehr geräumige Komfortkabine. Am Markt einzigartig ist das umgesetzte 4-Säulen Design sowie die große, geschwungene Panorama-Heckscheibe, welche in Kombination mit der abgeschrägten Motorhaube eine ausgezeichnete Sicht nach hinten erlaubt. Somit lassen sich Arbeiten unter engen Bedingungen komfortabel und einfach ausführen und in punkto Sicherheit bietet Weidemann hier neue Maßstäbe.

Die Kabinenmaschine hat serienmäßig eine Coming Home Beleuchtung, bei der nach Abstellen des Motors sowohl die Arbeitsscheinwerfer, als auch das Licht in der Kabine für 20 Sekunden nach leuchten. Zudem wird der linke Aufstieg ausgeleuchtet, was ein sicheres und komfortables Auf- und Absteigen des Fahrers gerade bei Dunkelheit ermöglicht.

Weidemann 1390

Weidemann 1390 (Bildquelle: Pressebild)

Bei der Kabine kann man zwischen zwei unterschiedlichen Türvarianten wählen: sie ist entweder mit einteiligen Glastüren erhältlich, die eine sehr gute Sicht zu den Seiten gewährleisten und sich für eine Spaltbelüftung im Sommer prima aufstellen lassen. Wahlweise gibt es eine Variante mit zweiteiligen Türen, bei denen sich das obere Fenster mit einer Spaltbelüftung oder um 180° öffnen lässt.

Beide Türvarianten, lassen sich insgesamt um 180° aufgeklappt nach hinten arretieren, so dass man auch komplett geöffnet damit arbeiten kann. Mit diesen unterschiedlichen Möglichkeiten kann der Fahrer individuell und temperaturbedingt entscheiden, wie er sein Arbeitsklima in der Kabine gestaltet.

Mit dem neuen Multifunktions-Joystick kann der Fahrer viele Funktionen mit einer Hand bedienen. Die Grundfunktion des 3. Steuerkreis kann, durch unterschiedlich starkes Auslenken des Bedienrades, proportional bedient werden. Die Dauerfunktion des 3. Steuerkreises wird einfach über eine Taste auf dem Keypad aktiviert und kann ebenfalls mit dem Joystick komfortabel angesteuert werden - durch Auslenken am Bedienrad auch in beide Richtungen. Zusätzlich können die beiden Elektrofunktionen tastend oder rastend unabhängig voneinander am Joystick betätigt werden.

Übersichtliches Display und wedias Diagnose- und Analysesystem

Mit dem gut positionierten Display behält der Fahrer den optimalen Überblick über die Maschine. Neben Standardanzeigen wie Temperatur, Tankfüllung oder Betriebsstunden werden auch die aktiven Funktionen im Cockpit angezeigt, beispielsweise die eingeschalteten Elektrofunktionen, der Dauerbetrieb des 3. Steuerkreises oder die eingeschaltete Differentialsperre.

Durch das Weidemann Diagnose- und Analysesystems wedias lassen sich viele Funktionen, u.a. die Fahrfunktion, der 3. Steuerkreis, die Motordaten sowie die Elektrofunktionen, schnell und eindeutig auswerten. Aktive Meldungen im Display machen den Fahrer sofort auf mögliche Fehler aufmerksam und ein schnelles Reagieren möglich. Dank exakter Benennung der Fehlernummer kann der Händler vorbereitet und mit passenden Ersatzteilen zur Maschine kommen. Die anschließende Fehleranalyse vereinfacht die weitere Diagnose und Fehlersuche enorm.

Weidemann 1390

Weidemann 1390 (Bildquelle: Pressebild)

Gutes Arbeitsklima in der Kabine inklusive

Auch in punkto Arbeitsklima hat sich beim neuen 1390 etwas getan: in der Kabine konnte mit dem Einbau einer neuen noch effizienter arbeitenden Heizungs- und Belüftungsanlage mit Gebläse, Frischluftfilter und gut platzierten Luftdüsen das Arbeitsklima deutlich verbessert werden. Bei besonders warmen Außentemperaturen empfiehlt sich die optional erhältliche leistungsfähige Klimaanlage.

Anhängerbetrieb

Der 1390 kann durch die optionale Anhängekupplung einen Anhänger bis 3,5 t Gesamtgewicht ziehen. Zur Verfügung steht eine automatische oder eine Kugelkopf K50 Anhängekupplung. Die Möglichkeit einen Anhänger zu ziehen, erweitert das Einsatzspektrum der Maschine und bietet im Einsatz mehr Flexibilität, da kein zusätzliches Zugfahrzeug benötigt wird.


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