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Wie den Betriebs-Pkw versteuern? Premium

Ein Fahrtenbuch ist aufwendig, die 1%-Regel oft ungerecht: Um vor allem für ältere Betriebs-Pkw die günstigste Lösung zu finden, lohnt es sich, Alternativen durchzurechnen.

Unsere Autorin: Ina Ehlers, Steuerberaterin von wetreu Oldenburg in Holstein:

Klar: Wer für den Betrieb Auto fährt, möchte die Kosten dafür steuerlich absetzen. Was einfach klingt, ist in der Praxis aber kompliziert. Denn das Finanzamt lässt die Kosten für Betriebs-Pkw selten komplett als Betriebsausgaben gelten, ein Privatanteil ist in der Regel immer herauszurechnen. Dass die Kosten eines Autos zu 100% Betriebsausgaben sind, ist die absolute Ausnahme.

Doch wie trennt man die Kosten für private und betriebliche Nutzung? Am gerechtesten funktioniert das über ein Fahrtenbuch. Zeigen die Aufzeichnungen nach einem Jahr z.B. einen betrieblichen Kilometeranteil von 65%, können Sie auch 65% der Kosten von der Steuer absetzen, der Rest ist privat. Aber: Ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch umfasst Datum, Zweck, Fahrer, Kilometerstand bei Beginn und Ende der Fahrt sowie die gefahrenen Kilometer für jede (!) betriebliche und private Fahrt. Obwohl es auch hilfreiche digitale Fahrtenbücher gibt, ist das kontinuierliche Aufzeichnen nicht jedermanns Sache.

Weil das so ist, greift die Finanzverwaltung auf pauschale Werte und Schätzungen zurück, um die privaten Nutzungsanteile festzulegen. Das Pro-blem dabei: Teilweise kommt man mit den pauschalen Werten auf überhöhte Privatanteile, so zum Beispiel mit der 1%- oder auch Listenpreis-Regel im Fall von älteren Gebrauchtwagen. Jedoch: Mit welcher Methode Sie den Privatanteil ansetzen, können Sie zum Teil selbst beeinflussen. Dreh- und Angelpunkt ist dabei, ob und wie der Pkw dem Betriebsvermögen zugeordnet ist – siehe Übersicht. Wichtig zu verstehen ist dabei: Eine möglichst hohe betriebliche Nutzung ist nicht immer die günstigste Variante!

Betriebsanteil entscheidend

Der Anteil der betrieblich zurückgelegten Kilometer im Verhältnis zu den insgesamt gefahrenen Kilometern ist der betriebliche Nutzungsanteil. Dazu zählen Fahrten zu Flächen, Ställen oder zu Messen bzw. Weiterbildungsveranstaltungen. Glaubt Ihnen das Finanzamt nicht, müssen Sie den betrieblichen Nutzungsanteil extra nachweisen. Das ist oft formlos durch Terminkalendereinträge oder durch Aufzeichnungen über einen repräsentativen Zeitraum von z.B. drei Monaten möglich.

Um welche Kosten geht es?

Als Betriebskosten für den Pkw von der Steuer absetzbar sind Treibstoffe, Schmierstoffe, Reparaturen, Versicherungen, Kfz-Steuer, Abschreibung und Garagenmiete.

In der Praxis erfassen Sie zunächst alles in der Buchführung. Anschließend muss ein...

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Diskussionen zum Artikel

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von Renke Renken

Der ganze Mumpitz

ist typisch für die deutsche überbordende Bürokratie

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