Agrarsubventionen

Als Agrarsubventionen wird die staatliche, finanzielle Förderung der Landwirtschaft beziehungsweise von Agrarerzeugnissen bezeichnet. Dabei beziehen zum Beispiel Landwirte einen bestimmten Prozentsatz ihres Einkommens aus staatlichen Agrarsubventionen. Ziel von Agrarsubventionen ist unter anderem Einkunftsstabilität beziehungsweise –steigerung für landwirtschaftliche Betriebe. Zudem sind die Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse durch Agrarsubventionen beeinflusst. Hierbei operieren unterschiedliche Instrumente wie Einfuhrzölle, durch welche die Preise importierter Waren für Verbraucher erhöht werden, Exportsubventionen im Rahmen der Agrarsubventionen sowie der genannte Einkommenszuschuss für Produzenten. Letztere werden aus der jeweiligen Staatskasse bezogen. Agrarsubventionen unterscheiden sich im internationalen Vergleich der Länder. Die Maßnahmen im Rahmen der Agrarsubventionen haben unterschiedliche Auswirkungen für Konsumenten und Produzenten. So führen Einfuhrzölle beispielsweise zu einer Erhöhung des Preises für landwirtschaftliche Produkte für den Endverbraucher. Gleichzeitig wird mittels Agrarsubventionen eine Erhöhung der Lebensstandards für Landwirte intendiert. Des Weiteren haben handelsspezifische Agrarsubventionen wie Exportzölle Auswirkungen auf den Weltmarktpreis für Agrarwaren. Nach einem Beschluss der 160 Mitgliedsstaaten der Welthandelsorganisation (WTO) im Dezember 2015 wird ein schrittweiser Abbau der Agrarsubventionen für landwirtschaftliche Exportwaren erfolgen, der je nach Zielland bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in den kommenden Jahren erfolgen wird. Zuvor gab es in unterschiedlichen Staaten bereits bestimmte Einschränkungen in diesem Bereich der Agrarsubventionen. In der Europäischen Union sind beispielsweise bereits seit 2013, mit Ausnahme von Zucker, für Agrarprodukte keine Exporterstattungen mehr bewilligt.











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