Bioland

Bioland
Bild: Archiv

Bioland e.V. gehört zum größten organisch-biologischen Anbauverband in Deutschland, der 1971 gegründet worden ist. Der Verband gehört dem Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) an und hat seinen Sitz in Mainz. Er gibt Richtlinien vor, die Erzeuger in der Landwirtschaft, Gärtnerei, Imkerei und im Weinbau einhalten müssen. Neben den Produzenten von ökologischen Lebensmitteln wirtschaften Hersteller aus dem Handel (z. B. Bäckereien, Gastronomie, Metzgereien) nach diesen Leitlinien. Die Partner halten die Bioland-Richtlinien für Anbau, Tierhaltung und Verarbeitung ein, um das produzierte Lebensmittel mit einem Bioland-Siegel zu deklarieren. Derzeit wirtschaften 6861 Betriebe auf einer Fläche von 343.489 Hektar nach den Richtlinien des Verbandes (Stand 2017). Sie gehen über der EG-Öko-Verordnung für Bio-Lebensmittel hinaus. Beispielsweise darf der Tiertransport zur Schlachtung laut EG-Öko-Verordnung höchstens 8 Stunden lang andauern, hingegen darf der Weg unter Bioland Regelungen nur 4 Stunden betragen.

Die Bioland-Richtlinien stehen für eine ökologische, ökonomische und sozial verträgliche Erzeugung der Lebensmittel, die eine Alternative zur konventionellen Wirtschaftsweise darstellt. Sie schaffen eine nachhaltige Basis für den Umwelt- und Klimaschutz. Ziel von Bioland ist es, die Bevölkerung durch sieben Bioland-Grundprinzipien zukunftssichernd zu ernähren und die biologische Vielfalt zu erhalten. Zu den Prinzipien zählen unter anderem die Bodenfruchtbarkeit, Tiere artgerecht zu halten und die natürliche Lebensgrundlage zu bewahren. Alle Grundprinzipien fördern durch gentechnikfreie Lebensmittel, faire Löhne und Verzeicht von Massentierhaltung das Wohlergehen der Tiere, Umwelt und den Menschen. Jährlich werden die erzeugten, verarbeiteten oder vertriebenen Lebensmittel von den Bioland-Betrieben durch eine unabhängige staatliche Kontrollstelle geprüft. Wer die Anbaurichtlinien nicht einhält wird mit  Kündigung aus dem Verband sanktioniert.

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