DBV

Die Abkürzung DBV steht für den deutschen Bauernverband, der seit 2012 von Präsident Joachim Rukwied geleitet wird und im Jahr 1948 als ehrenamtlicher Verein aus der zwei Jahre zuvor entstandenen „Arbeitsgemeinschaft Deutscher Bauernverbände“ hervorging.  In Deutschland stellt der DBV die Interessenvertretung für 90 % von rund 300.000  Landwirten und Bauernfamilien dar und sieht sich selbst als Fürsprecher und Vertreter einer modernen, unternehmerischen und nachhaltigen Land- und Forstwirtschaft. Der inhaltliche Fokus und die Zielsetzung liegen beim DBV nach eigenen Angaben darauf, sich für die Interessen der im ländlichen Raum lebenden Menschen stark zu machen und auf dem Land gleichberechtigte Lebensverhältnisse zu schaffen. Die Tätigkeitsbereiche des Vereins erstrecken sich dabei von der Agrar- und Wirtschaftspolitik bis hin zur Umwelt-, Sozial-, und Bildungspolitik. Neben Informationen und zugeschnittenen Serviceleistungen zu landwirtschaftlichen Themen wie Ackerbau, Obst und Gemüse, Schweineproduktion, Zucht oder Ernährung erhalten Mitglieder des deutschen Bauernverbands zusätzlich Auskünfte über Ausbildung und Studium in der Landwirtschaft.  Kritik am DBV gab es zuletzt von der Bewegung „Wir haben es satt!“, die sich über eine falsche Ausrichtung hin zur modernen Landwirtschaft beklagte und für eine Wende in der Agrarindustrie demonstrierte. Die Süddeutsche Zeitung kritisierte im Herbst 2015 in einem Kommentar, dass der DBV durch die Förderung einer exportorientierten Landwirtschaft selbst für eine kommende Krise verantwortlich sei. Aktuell fungiert der Bauernverband für insgesamt 18 Landesbauernverbände und etwa 300 Kreisbauernverbände in ganz Deutschland.