Direktsaat

Die Direktsaat ist eine bodenschonende Anbaumethode. Dabei wird der Boden vor der Saat nicht bearbeitet. Diese wird stattdessen nach der erfolgten Ernte direkt in den Boden eingebracht. Das heißt, dass bei der Direktsaat das neue Saatgut in den Boden gesät wird, aus dem die vorherige Hauptkultur geerntet wurde. Die Direktsaat ist das weltweit am meisten verbreitete Verfahren, das auf mehreren Millionen Hektar Land verwendet wird. Hierbei werden unterschiedliche Arbeitsmaschinen und –geräte verwendet. Ein Beispiel ist die Direktsaatkombination. Hier werden unter anderem Meissel- und Scheibensäscharen zur Einbringung des Saatguts bei der Direktsaat gebraucht. Die Vorteile der Direktsaat sind unter anderem der effektive Bodenschutz, da durch die ausbleibende Bodenbearbeitung weniger Bodenerosion entsteht und zugleich biologische Organismen auf dem Boden bleiben. Zudem bestehen durch die Direktsaat mehr Fruchtfolgeflächen und auf Dauer wird so ein reichhaltiger Ertrag erreicht. Darüber hinaus trägt die Direktsaat zum Umweltschutz bei, da durch sie mehr Bodendiversität geschaffen wird. Mit diesem Bestellverfahren und ihrem bodenschützenden Effekt stellt somit eine den Boden konservierende Methode dar, die gleichzeitig zahlreiche positive Nebeneffekte hat. Besonders beliebt ist die Direktsaat in Gebieten mit großer Bodentrockenheit wie Australien oder Nordamerika und trägt dort zu einem Höchstertrag bei. Ein Nachteil dieses Bestellverfahrens ist, dass sich der Ertrag erst einige Zeit nach der Umstellung auf die Direktsaat steigert und zunächst sinkt. Zudem ist der Boden anfälliger für Schädlinge.
 
Finden Sie hier ausführliche Artikel sowie News zum Thema Direktsaat: