Düngeverordnung

Von der Düngebedarfsermittlung für Stickstoff profitieren der Gewässerschutz und die Umwelt.
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Die so genannte Düngeverordnung regelt seit 1996 die Anwendung von Düngemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten und Pflanzenhilfsmitteln nach den Grundsätzen der guten fachlichen Praxis beim Düngen. Die Verordnung kann damit als ergänzendes Instrument der Düngemittelverordnung und des Düngegesetzes angesehen werden. 

Zweck der Düngeverordnung ist dabei unter anderem die Bereitstellung einer erforderlichen Rechtssicherheit für Düngungsmaßnahmen, eine Unterstützung des Umwelt- und Gewässerschutzes durch entsprechende Vorschriften sowie die Vermeidung von neuen Wettbewerbsverzerrungen. Bei der Anwendung von Düngemitteln auf landwirtschaftlich oder gartenbaulich genutzten Flächen müssen Landwirte sich beispielsweise an den in der Verordnung geregelten Grundsätzen zur Anwendung, Bedarfsermittlung sowie an Aufzeichnungs- und Aufbewahrungspflichten halten. 

Des Weiteren ist Deutschland nach den Vorgaben der EU-Nitratrichtlinie dazu verpflichtet, die Inhalte der Düngeverordnung alle vier Jahre  erneut auf ihre Wirksamkeit zu prüfen und unter Umständen weiterzuentwickeln. Bevor eine daraus entstehende Novellierung der Düngeverordnung in Kraft treten kann, ist zunächst eine entsprechende Änderung des Düngegesetzes notwendig, dessen Inhalte die rechtliche Grundlage für den Erlass einer Düngeverordnung darstellen.