Eierkennzeichnung

Die Herkunft der Eier gibt der 7-stellige Code an.
Bild: Archiv

 Die Eierkennzeichnung ist seit 2004 in der EU festgelegt worden und Hühnerhaltern vorgeschrieben. 2000 hat KAT (Verein für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen e.V.) mit der Eierkennzeichnung das erste Rückverfolgbarkeitssystem der Lebensmittelwirtschaft ins Leben gerufen. Von der Kennzeichnungspflicht befreit sind direkt vermarktete Eier vom Landwirt und auf dem Wochenmarkt.
Demnach muss jedes Ei einen Code enthalten, der Code ist für die Eierkennzeichnung sowohl für den Verbraucher als auch für die zuständigen Kontrollbehörden von Interesse. Die Eierkennzeichnung gibt Auskunft über die Herkunft des Eis. Der sogenannte Erzeugercode enthält den Code für das Haltungssystem, die Herkunft und die Betriebsnummer.

Die Haltungsform ist die erste Ziffer in der Reihenfolge: 0 = Ökologische Erzeugung, 1 = Freilandhaltung, 2 = Bodenhaltung, 3 = Käfighaltung. Der nächste zweistellige Code gibt die Länderherkunft an, in welchem Land das Ei produziert wurde. Dementsprechend wird Deutschland mit DE abgekürzt und die Niederlande mit NL. Nachfolgend befindet sich die Betriebsnummer auf dem Ei. Jedem Erzeugerbetrieb wird eine individuelle Nummer zugewiesen. So kann auf der Homepage www.was-steht-auf-dem-ei.de ganz genau nachvollzogen werden, aus welchem Stall das Ei kommt.

Weitere Auskünfte zur Eierkennzeichnung kann die Gewichts- und Güteklasse geben. Kriterien, die für die Einteilung zählen sind der Zustand der Schale und Kutikula, die Luftkammer, das Eiklar, der Dotter, der Keim und der Geruch des Eis. Die Güteklasse A bedeutet, dass es sich um frische Eier handelt. Sie sind für den privaten Haushalt bestimmt und dürfen nicht gewaschen und haltbar gemacht werden. Die Güteklasse B gibt an, dass die Eier aus zweiter Qualität stammen. Sie sind für die Lebensmittelindustrie und Unternehmen der Nicht-Lebensmittelindustrie bestimmt. Gewichtsklassen von Eiern untereilen sich wie folgt:

XL = sehr groß 73 g +
L = groß, 63 – 73 g
M = mittel, 53 – 63 g
S = klein, unter 53 g

Neben der Eierkennzeichnung (in Form des Codes) muss das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) angegeben werden. Die Eier sind 28 Tage lang haltbar und müssen nachdem 18. Tag kühl bei 5 – 8 Grad gelagert werden. Nachdem 21. Tag dürfen die Eier nicht mehr verkauft werden.