GVO

Die Abkürzung GVO steht für gentechnisch veränderte Organismen, dessen genetisches Material durch molekularbiologische Methoden so verändert worden ist, wie es laut Begriffsbestimmungen von Artikel 2 der europäischen Freisetzungsrichtlinie (Richtlinie 2001/18/EG) durch Kreuzen oder natürliche Rekombination nicht möglich ist. 

Insbesondere in der Lebensmittelindustrie gelten bestimmte gesetzlich einzuhaltende Voraussetzungen, damit Produkte aus gentechnisch veränderten Organismen zugelassen werden können. Ein Verzehr der betreffenden Lebensmittel darf beispielsweise keine negativen Folgen für die Gesundheit von Mensch, Tier oder Umwelt haben. Gleichzeitig gilt neben dem Verbot der Irreführung, dass sich veränderte Lebensmittel nicht allzu stark von Lebensmitteln unterscheiden dürfen, die ersetzt werden, um Mangelzustände in der Ernährung des Verbrauchers zu vermeiden.

In der Landwirtschaft kommen gentechnisch veränderte Organismen vor allem in einzelnen Sorten der Nutzpflanzen Soja, Mais oder Raps zum Einsatz, damit diese eigene Insektengifte bilden oder eine erhöhte Widerstandsfähigkeit gegen Unkrautvernichtungsmittel erlangen. Verwendet werden so genannte Gentechnik-Pflanzen in vielen Fällen als Tierfutter. Immer wieder wurde der Einsatz von Gentechnik in der Vergangenheit kontrovers diskutiert und geriet bei Gegnern aufgrund von Gutachten zur Einschätzung möglicher Gesundheitsrisiken in die Kritik.