Jagd

Unter dem Begriff Jagd versteht man die Verfolgung und Erlegung von freilebendem Wild. Ihren Ursprung hat die Jagd bereits in der Altsteinzeit, wo sie hauptsächlich für die Nahrungsversorgung notwendig war und tierische Produkte wie Knochen und Felle zudem als Werkzeuge, Bekleidung oder für Behausungen benutzt wurden. Nachdem die Jagd bis ins Mittelalter vor allem dem Adel sowie staatlichen und kirchlichen Würdenträgern vorbehalten war, waren in Deutschland nach der bürgerlichen Revolution 1848 auch Grundbesitzer befugt, den Wildschaden auf Äckern und Feldern durch das Jagen auf eigenen Flächen zu verringern. Bis heute haben sich in Deutschland und anderen Ländern verschiedene Jagdarten etabliert, die sich je nach Situation und Tierart voneinander unterscheiden. Während einzelne Personen oder kleine Gruppen bei der Suche oft in Begleitung von Hunden einzelne Waldabschnitte und Felder durchkreuzen, um flüchtendes Wild wie Hasen oder Kaninchen zu erlegen, wartet der Jäger bei der so genannten Ansitzjagd auf Hochsitzen oder Kanzeln vorwiegend auf vorbeiziehendes Schalen- oder Raubwild, das gegebenenfalls erlegt wird. Im Gegensatz hierzu steht die Bewegungsjagd als Sammelbegriff für Jagdarten, bei denen mehr als 4 Personen beteiligt sind und das Wild durch Treiber oder Jagdhunde in Richtung der Schützen gedrückt oder getrieben wird. Heute wird das Jagen nach einer repräsentativen Umfrage des Instituts ifA aus dem Jahr 2011 von rund 80 % der Deutschen als wichtige Maßnahme, Wildbestände zu reduzieren und aktiven Naturschutz zu betreiben, angesehen. Umweltschützer und Tierschutzorganisationen wie die PETA werfen Jägern dagegen eine Lust am Töten und ein daraus entstehendes Machtgefühl vor und kritisieren unter anderem, dass der Tierschutz durch einige Jagdarten nicht mehr gegeben sei.