Lebensmittel

Der Begriff Lebensmittel bezeichnet laut Verordnung EG Nr. 178/2002 zum Lebensmittelrecht Substanzen und Erzeugnisse, die in unverarbeitetem oder verarbeitetem Zustand vom menschlichen Körper aufgenommen werden. Alle Lebensmittel beinhalten verschiedene Mengen an Vitaminen, Kohlenhydraten, Mineralien oder Fetten, die mithilfe von Nährwerttabellen angegeben werden. Immer häufiger treten heutzutage beim Konsum von einzelnen Lebensmitteln bei vielen Menschen bestimmte Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie beispielsweise eine Lactose-, Gluten-, oder Fructoseintoleranz auf, die akute allergische Reaktionen oder auch Autoimmunerkrankungen bei Betroffenen hervorrufen können. Nicht zu den Lebensmitteln zählen aufgrund fehlender Verarbeitung oder fehlenden Nährwerts neben Futtermitteln, Tabak, Betäubungsmitteln auch lebende Tiere, Pflanzen vor dem Ernten und Rückstände und Kontaminationen. Da Lebensmittel unterschiedliche Eigenschaften bezüglich Inhaltsstoffen, Herkunft, Verarbeitungsprozessen oder Kühlungsbedarf aufweisen können, werden die einzelnen Erzeugnisse verschiedenen Lebensmittelgruppen zugeordnet. Während Gemüse, Obst, Kartoffeln, Brot, Süßwaren oder Gewürze beispielsweise zu Produkten pflanzlichen Ursprungs zählen, gelten Eier, Fleisch, Milchprodukte wie auch Fisch oder Honig als Erzeugnisse mit tierischem Ursprung. Grundlage für die Herstellung, Kennzeichnung und den Vertrieb von Lebensmitteln bilden verschiedene nationale und europäische Gesetze und Verordnungen wie die Lebensmittelbasisverordnung, das Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch oder die Lebensmittelkennzeichnungsverordnung, dessen Vorschriften von Lebensmittelunternehmen eingehalten und beachtet werden müssen. Um Verbraucher und Konsumenten vor Gesundheitsgefahren, Täuschung und Irreführung zu schützen, wird die Einhaltung der Gesetze regelmäßig von der behördlichen Lebensmittelüberwachung kontrolliert. Daneben ist ein häufig diskutierter Kritikpunkt in Hinblick auf Lebensmittel in der Gesellschaft vor allem die Menge an jährlichen Abfällen in der europäischen Union, die von der EU-Kommission in einer veröffentlichten Untersuchung aus dem Jahr 2012 auf etwa 89 Millionen Tonnen geschätzt wird, wovon nach Angaben der Universität Stuttgart allerdings rund 45 % vermeidbar gewesen wären.











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