Massentierhaltung

Massentierhaltung ist ein allgemein verbreiteter Begriff für eine intensive, quantitativ nicht definierte Tierhaltungsform. Konkret wird die Bezeichnung Massentierhaltung häufig kritisch für die Haltung von bestimmten Tierarten in größeren Betrieben verwendet. Unter dieses definitorische Verständnis fällt unter anderem eine Tierhaltungsform, in welcher Tiere auf einer tendenziell kleinen Nutzfläche gehalten werden. Der Begriffsursprung der Massentierhaltung geht zurück auf Bernhard Grzimek. Der ehemalige Direktor des Frankfurter Zoos gebrauchte die Bezeichnung Massentierhaltung erstmals in den 1970er Jahren und bezog sich dabei insbesondere auf die Haltung von Legehennen in Käfigen. Die begriffliche Verwendung der Massentierhaltung hat allgemein eine kritische Anmutung und wird fast ausschließlich im Bereich Tierschutz gebraucht. Dahingegen wird die Bezeichnung Massentierhaltung vom Deutschen Bauernverband als Politikum kategorisiert und zurückgewiesen. Die Kritik gegenüber der Massentierhaltung, die unter diesem kommerziell gebräuchlichen Ausdruck zusammengefasst wird, bezieht sich unter anderem auf die Größe bestimmter Betriebe, die Tiergesundheit sowie den Einsatz von Antibiotika. Ein weiteres Kriterium für die kommerzielle Auslegung einer Haltungsform als Massentierhaltung ist das Futtermittel, sofern weniger als 10 Prozent der verwendeten Futtermittel aus eigenem betrieblichem Anbau stammen. Eine deutliche Abgrenzung zwischen bäuerlicher Landwirtschaft und Massentierhaltung anhand festgesetzter Kriterien ist im Allgemeinen aufgrund mangelnder quantitativer und qualitativer Definitionen nicht möglich.