Themen / Biogas

Biogas ist ein brennbares Gas, das während der natürlichen Zersetzung von organischem Material unter Luftausschluss entsteht. Das „Bio“ im Biogas verweist dabei nicht auf eine mögliche Herkunft aus der ökologischen Landwirtschaft, sondern auf die biotische Bildungsweise, die sich vom fossilen Erdgas unterschiedet. Der Gärprozess findet in Biogasanlagen statt, genutzt werden dafür Gülle, Bioabfälle oder Energiepflanzen wie Mais oder Grassilage. Die Substrate vergären dabei in luftdicht abgeschlossenen Gärbehältern.

Brennbares Methan (CH4) ist der dominanteste Bestandteil von Biogas, je nach Abhängigkeit der eingesetzten Substrate schwankt der jeweilige Methangehalt zwischen 50 und 65 Prozent. Dahinter folgen Kohlendioxid an zweiter Stelle und andere Inhaltsstoffe wie Stickstoff, Sauerstoff, Wasser und Schwefelwasserstoff an dritter Stelle.

Genutzt wird Biogas für die Umwandlung zu Strom, Gas, Wärme oder Treibstoff. Verwendet wird es beispielsweise für eine Kraft-Wärme-Kopplung vor Ort. Dabei wird das Biogas in einem Blockheizkraftwerk für die Strom- und Wärmeerzeugung verwendet. Alternativ kann das Gas in Biogasleitungen transportiert werden, um die Produktion von Wärme und Strom direkt beim Verbraucher stattfinden zu lassen.

Übrig bleibt mit dem Gärprodukt am Ende ein hochwertiges Düngemittel, das wiederum Einsatz in der Landwirtschaft findet. Reich an humusbildenden Nährstoffen und Stoffen wird das Düngemittel entweder flüssig oder getrocknet auf den landwirtschaftlichen Flächen ausgebracht. Zudem findet der Dünger Anwendung im Landschafts- und Gartenbau und im eigenen Garten.

Um die Gesellschaft über Biogas aufzuklären, gründete sich 1992 der Fachverband Biogas e.V. Auf den Jahrestagungen steht die sich stetig weiterentwickelnde Technik von Biogasanlagen im Vordergrund, zudem die Düngequalität der vergorenen Gülle und die Thematik, wie eine nachhaltige Zukunft mit Biogasanlagen bestmöglich gestaltet werden kann.

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