Bodenerosion

Ausmaß der Wettereinflüsse: Bodenerosion auf Ackerflächen (Bildquelle: Pixabay)

Durch Bodenerosion nimmt die Fruchtbarkeit des Bodens ab. Dies stellt eines der in Deutschland auftretenden Umweltprobleme dar. Der Prozess geht einher mit verschiedenen Umwelteinflüssen, aber auch Einflüssen, die durch das menschliche Verhalten verursacht werden. Bodenerosion entsteht durch den Einfluss von Wasser und Wind. Der Prozess der Bodenerosion kann schleichend fortschreiten oder aber durch Wetterextreme geschehen. Auch die Bodenbeschaffenheit spielt eine wichtige Rolle. Je steiler und länger die Ackerfläche ist, desto höher auch die Gefahr der Bodenerosion. Ebenfalls kommt es darauf an, um welche Bodenart es sich handelt und ob das Feld frisch bepflanzt ist. Diese Felder sind anfälliger für Bodenerosion. Dabei verliert Europa jedes Jahr 1 Mio. an fruchtbaren Boden.
Wie entsteht Bodenerosion? Das Regenwasser löst kleine Erdpartikel aus dem Boden ab und diese verstopfen im Laufe der Zeit die natürlichen Hohlräume im Boden. Es kommt zu Verschlämmungen und folglich kann das Wasser nicht mehr absickern und fließt an der Oberfläche entlang. Wenn sich zu viel Wasser ansammelt, entstehen Bodenrisse, die immer weiter zunehmen und der fruchtbare Boden nimmt weiter ab.

Folgen
Bodenerosion erkennen Landwirte vor allem an Rissen im Ackerboden oder wenn sich kahle Stellen auf Ackerflächen bilden. Oftmals sind auch junge Pflanzen mit Sand bedeckt. Dies sind Zeichen dafür, dass die Bodenfruchtbarkeit abnimmt, also der Boden nicht mehr so Nährstoffhaltig ist wie der er in der Vergangenheit war. Je nach Region ist der Boden eher von Wassererosion oder Winderosion betroffen. Sandige Böden sind anfällig gegen Winderosion.

Maßnahmen
Umwelteinflüsse führen in der Landwirtschaft immer wieder zu Problemen, diese kann der Landwirt nicht beeinflussen. Jedoch hat auch die Art der Bodenbewirtschaftung eine Bedeutung. Eine Maßnahme gegen Bodenerosion ist eine Bodenoberfläche, die genügend und dicht mit Pflanzen oder Pflanzenrückständen bedeckt ist. Die Pflanzenrückstände schützen den Boden vor Wasser. Wenn möglich sollte die Oberfläche des Ackers nur wenig bearbeiten werden. Das erhält die natürliche Bodenstruktur und der Regen kann besser versickern. Auch helfen Grünstreifen auf lange Felder, denn dort kann das Regenwasser absickern und Risse im Boden werden verhindert. Auch können bodenschonend arbeitende Landmaschinen das Risiko der Bodenerosion entgegen wirken. Liegt der Acker auf einem Hang, sollten hangabwärts gerichtete Fahrspuren vermieden werden. Durch das Pflanzenschutzmittel Glyphosat und den Anbau von Zwischenfrüchten wird Bodenerosion verringert.  

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