Cross Compliance

Cross Compliance bezeichnet die Verpflichtung von Landwirten zur Einhaltung bestimmter Umwelt- und Tierschutzvorgaben sowie Kriterien der Lebens- und Futtermittelsicherheit, sofern deren Betriebe Fördermittel beziehungsweise Agrarprämien von der EU beziehen. Die Verknüpfung von Auflagen zur Einhaltung von Umwelt- und Nahrungsmittelstandards an Direktzahlungen durch Cross Compliance dient in erster Linie der Qualitätssicherung im europäischen Agrarbereich und somit der länderübergreifenden Einhaltung europäischer Standards. Da diese Qualitätsstandards für die Landwirte gleichzeitig mit hohen Kosten verbunden sind, sollen diese Kosten mit Hilfe der Cross Compliance Vereinbarung gedeckt werden. Eingeführt in den europäischen Agrarsektor wurde Cross Compliance im Jahr 2003 im Zuge der damaligen Agrarreform. Seither ist die Auflagenbindung an Direktzahlungen durch Cross Compliance gesetzlich festgelegt. Die Anforderungen und Standards der Cross Compliance Regelung sind umfassend und lassen sich in drei Hauptbereiche einteilen: die Grundanforderungen an die Betriebsführung, Standards für landwirtschaftliche Flächen in einem guten landwirtschaftlichen und ökologischen Zustand und die Regelungen zum Erhalt von Dauergrünland. Überprüft und überwacht wird die Befolgung der Auflagen durch die Betriebe von zuständigen Behörden, wie beispielsweise Naturschutzbehörden, sowie von örtlichen Zahlstellen. Letztere führen mitunter Stichproben bei vereinzelten, subventionierten Betrieben durch. Verstöße gegen die in der Cross Compliance festgelegten Auflagen werden entsprechend ihres Härtegrades geahndet. Bei Verstößen gegen die Auflagen können die Zahlungen gekürzt oder im Härtefall sogar für mehrere Jahre gänzlich eingestellt werden. Die Kontrollkriterien werden in Deutschland auf Bundes- und Länderebene vereinbart und festgelegt.

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