Themen / Fipronil

Fipronil ist ein Breitspektrum-Insektizid zur Bekämpfung von Parasiten. Die sogenannten Ektoparasiten haben die Fähigkeit auf anderen Organsimen zu leben und dringen zur Versorgung in den Wirt ein, um an ihre Nahrungsquelle Blut oder Haut zu gelangen. Der Wirkstoff Fipronil hat eine toxische Wirkung gegen Zecken, Läuse, Stechmücken, Flöhe oder Raubmilben und wird in Pflanzenschutzmitteln und Bioziden eingesetzt. Der Einsatz an lebensmittelliefernden Nutztieren ist unzulässig. Jedoch kommt es in der Tiermedizin als Mittel gegen Flöhe und Zecken bei Katzen und Hunden zum Einsatz. Insektizide können toxisch auf das Nervensystem wirken.  

Fipronil ist als Pflanzenschutzmittel zur Saatgutbehandlung auf EU-Ebene seit 2007 zugelassen. Die Frist läuft zum 31.07.18 aus. Im Jahr 2017 wurden erhöhte Gehalte von Fipronil in Legehennenbeständen in Belgien und den Niederlanden festgestellt. Das Insektizid wurde in dem Bekämpfungsmittel „Dega16“ zur Schädlingsbekämpfung der Roten Vogelmilbe missbräuchlich eingesetzt. Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sind keine gesundheitlichen Risiken bei einem Gehalt bis 0,72 mg/kg Ei zu erwarten. Die Untersuchungen des BfR zeigen, dass eine gesundheitliche Gefährdung nach dem Verzehr von belasteten Hühnereiern möglich ist, allerdings bedeutet der Verzehr keine zwangsläufige Gefährdung. Aufgrund der Lebensmittelsicherheit ist der Verzehr von gering belasteten Hühnereiern für Kleinkinder untersagt. 

Im Fall einer Überschreitung der Höchstmenge an Fipronil in Lebensmitteln, die in der EU festgelegt worden sind, dürfen diese nicht mehr vertrieben werden. Lebensmitteln mit Rückständen werden unumgänglich aus dem Verkehr gezogen. Auf der Internetseite www.lebensmittelwarnung.de werden laut § 40 des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches kontaminierte Lebensmittel transparent gemacht. Hier können anhand der Eierkennzeichnung die belasteten Eier ermittelt werden.

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