Themen / Gemeinsame Agrarpolitik

Die Abkürzung GAP steht für die Gemeinsame Agrarpolitik und gehört zu eines der ältesten und finanziell bedeutendsten Politikbereich der EU. Der Grundstein für die Gemeinsame Agrarpolitik wurde 1957 gelegt. Das Ziel der EU-Agrarpolitik ist es einheitliche und stabile Rahmenbedingungen für die europäische Landwirtschaft zu schaffen. Die GAP wird durch den Wandel und der immer wieder neu auftretenden Herausforderungen der Lebensverhältnisse in Europa angepasst. Globalisierung, Klimawandel und Stärkung des landwirtschaftlichen Raums sind zukunftsorientierte Themen der GAP.

Dadurch, dass Landwirte hohe Standards der EU-Rechte zu erfüllen haben, erhalten sie zum Ausgleich und zur Einkommenssicherung von der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU Leistungen in Form von Direktzahlungen. Landwirte werden für die soziale und ökologische Verantwortung honoriert. Die Agrarpolitik fördert die Lebensmittelsicherheit, dem Umweltschutz, den Tierschutz und die ländliche Entwicklung.
Die Agrarförderung in Deutschland beträgt 6,2 Milliarden Euro im Jahr (2014-2020). Die Finanzierung über die GAP umfasst zwei Säulen: Zum einen werden die finanziellen Mitteln durch Direktzahlungen an Landwirte ausgezahlt. Die Direktzahlungen sind an Vorschriften gebunden (Lebensmittelsicherheit, Tierschutz und Umweltschutz). Zum anderen werden ländliche Regionen in Hinsicht der umweltschonenden Bewirtschaftung und Entwicklung unterstützt. Ein wichtiges Finanzierungsinstrument ist der Europäische Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER). Die Finanzierungsmaßnahme gestaltet den ländlichen Raum attraktiv. 50 % der Landfläche der EU wird landwirtschaftlich genutzt.

Zum Schutz der Umwelt sorgt die Agrarpolitik für geeignete Schutz- und Pflegemaßnahmen.
Ein Beispiel: Im Zuge der GAP Reform sind konventionelle Landwirte dazu verpflichtet 5 % der betrieblichen Anbauflächen als ökologische Vorrangfläche  einzusetzen, z. B. als brachliegende Flächen oder Feldränder. Diese Betriebe haben Anrecht auf die Förderung der Direktzahlungen für Umweltleistungen (Greening).  

Unsere Artikel zum Thema

Newsletter

Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.

Ökologische Vorrangflächen

Agrarforscher empfehlen 10% Brache

vor von Stefanie Awater-Esper

Mit der kommenden EU-Agrarreform werden die Vorschriften für ökologische Vorrangflächen umgestaltet. Agrarforscher empfehlen 10% Brache und eine bessere Vernetzung von Schonstreifen.

Der Deutsche Bauernverband (DBV) stellt sich auf einen „Winter der Entscheidungen“ bei der EU-Agrarpolitik ein. Ein Gastkommentar von Udo Hemmerling, Stellvertretender Generalsekretär des DBV: