Zuletzt aktualisiert am 22.10.20 um 7:40 Uhr

Thema

Hühnerhaltung

Die Hühnerhaltung ist Bestandteil der Geflügelproduktion in Agrarbetrieben und umfasst die drei Betriebsarten Eierproduktion, Broilermast und Aufzucht. Landwirtschaftliche Betriebe, die sich auf die Produktion von Eiern fokussieren, halten Legehennen etwa zwei Produktionszyklen in Volierensystemen, der Bodenhaltung oder auf Kotgruben, bevor die Tiere als Suppenhühner verkauft werden. Währenddessen liegt die Zielsetzung bei der Broilermast auf einer möglichst hohen Gewichtszunahme in kurzer Zeit, die die Betriebe mithilfe von kalorienreichem Futter anstreben. In Aufzuchtbetrieben werden speziell Küken gehalten, die im Anschluss an die Mastbetriebe weiterverkauft werden. Aufgrund der Unterbringung vieler Tiere auf kleinem Raum kommt es in der Bodenhaltung von Hühnern oftmals zu einem erhöhten Krankheitsrisiko, das viele Betriebe durch umfangreiche Präventionsmaßnahmen wie Sanitärtechnik, Isolation oder Impfungen und eine Dauer-Medikation zu senken versuchen. Der Großteil der anfallenden Kosten fällt in der Hühnerhaltung allerdings vor allem auf den Erwerb von Futtermitteln, die im Betrieb zubereitet werden oder bereits fertig gemischt gekauft werden können. Neben Kohlenhydraten, Proteinen, Mineralstoffen und Vitaminen wird in der Hühnerhaltung oftmals auch das so genannte Geflügelgrit zugefüttert, das ein Zerkleinern der Nahrung im Magen der Tiere erleichtern soll. Nach Informationen des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz werden in Deutschland inzwischen 63 % der Legehennen in Bodenhaltung auf durchschnittlich 0,11 qm Stallfläche gehalten. Auch bei der Geflügelmast nimmt die Freilandhaltung oder ökologische Haltung laut BMEL nur einen kleinen Anteil ein. Die konventionelle Käfighaltung, in der Hennen auf engstem Raum vorwiegend in Legebatterien gehalten werden, wurde in der Vergangenheit vor allem von Tierschützern kritisiert und ist seit 2012 in der gesamten EU verboten.

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