Keime

Das Wort Keime ist ein Oberbegriff für Krankheitserreger bzw. Mikroorganismen, die bei Menschen Infektionen oder übertragbare Krankheiten auslösen können. Generell gliedern sich Krankheitserreger in die Gruppen Bakterien, Viren, Pilze sowie Parasiten und können je nach Empfänglichkeit und Schädlichkeit Reaktionen wie Allergien, Intoxikationen und Infektionen auslösen. Neben einer Gewebeschädigung können Mikroorganismen unter anderem Immunreaktionen wie hohes Fieber hervorrufen, die in manchen Fällen tödlich enden können. Ist ein Organismus von Bakterien befallen, können diese durch die Absonderung von Giftstoffen Krankheiten wie Keuchhusten, Cholera, Typhus oder Salmonellosen verursachen. In der Landwirtschaft gerieten Keime in Vergangenheit insbesondere durch eine spezielle Unterform des antibiotikaresistenten MRSA-Keims in die Schlagzeilen, der bis vor einiger Zeit noch vorwiegend als so genannter Krankenhauskeim bekannt war. Nach Informationen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (kurz BMBF) sind rund 30 Prozent der Rinder und 70 Prozent der Schweine in landwirtschaftlichen Betrieben vom so genannten multiresistenten Straphylococcus Aureus befallen, der auch von Tieren auf Menschen übertragen werden kann. Obwohl die durch den MRSA-Keim ausgelösten Infektionen nicht sonderlich gefährdender sind als die von antibiotikaempfindlichen Keimen hervorgerufenen, gestaltet sich die Behandlung dieser Infektionen noch immer als durchaus schwierig.

Von dem „größten Fall einer unkontrollierten Verbreitung von nicht zugelassenen Gentechnik-Organismen in der Geschichte der EU“ spricht der gentechnikkritische Verein Testbiotech.

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