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Monsanto ist ein im Jahr 1901 gegründeter, börsennotierter Konzern, der unter anderem Saatgut und Herbizide produziert und seit den 90er Jahren Biotechnologien zur Erzeugung gentechnisch veränderter Feldfrüchte verwendet. Der Konzern gilt heute mit rund 22.500 Mitarbeitern (Stand: August 2015) und einem Umsatz von rund 15 Milliarden Euro (Stand: 2015) als größter Hersteller von Pflanzenschutzmitteln und Saatgut weltweit. 

Monsanto steht nach eigenen Angaben für eine nachhaltige Landwirtschaft und hat unter anderem die Ziele, Ressourcen zu schonen und Lebensstandards zu verbessern. Laut Konzern sollen mithilfe von moderner Pflanzenzucht, Biotechnologien sowie optimierten Praktiken im Management landwirtschaftlicher Betriebe bis 2030 außerdem die Ernteerträge von Mais, Sojabohnen, Baumwolle und Raps verdoppelt werden, um der zukünftigen Nachfrage gerecht zu werden. 

Aufgrund des hohen Marktanteils fürchteten Kritiker in der Vergangenheit, Monsanto nehme bereits eine Monopolstellung bei der Produktion von genverändertem Saatgut ein. Im September 2016 kaufte die Bayer AG Monsanto für eine Summe von insgesamt 66 Milliarden US-Dollar und vollzog damit die bisher größte Übernahme, die ein deutscher Konzern im Ausland durchführte. 

Corteva, Bayer, BASF

US-Gericht entzieht Zulassung für Dicamba

vor von Alfons Deter

Richter in San Francisco sind der Ansicht, dass die US-Umweltbehörde EPA das Mittel Dicamba nicht ausreichend auf Risiken geprüft hatte. Daher sei die Zulassung ungültig.

Monsanto steht in der Kritik, nicht alle eingesetzten Lobbymittel für die Glyphosat-Kampagne 2016/17 offengelegt zu haben. Tatsächlich sei ein Vielfaches der angegebenen Summe gezahlt worden.

Laut Bund Naturschutz (BN) hat die Regierung noch keine Maßnahmen bezüglich des geforderten Glyphosatverbots getroffen. Das Landwirtschaftsministerium Bayern sieht das anders.