Themen / Photovoltaik

Photovoltaik bezeichnet die direkte Umwandlung von Lichtenergie, in diesem Falle Sonnenlicht, in elektrische Energie. Kerninstrument dieser Umwandlung sind Solarzellen.

Hinter Solarenergie verbirgt sich die Energie der Sonnenstrahlung, die genutzt wird, um elektrischen Strom, eine Wärmequelle oder chemische Energie zu produzieren. Solarenergie stellt eine grenzenlose Energiequelle dar, die mittels Photovoltaiksystemen zur Gleichstromgewinnung genutzt wird.

Voraussetzung für eine Photovoltaikanlage ist eine geeignete Fläche, auf der die Solarzellen stehen können. Eine der meist genutzten Standortmöglichkeiten sind Dächer, denn sie kommen der Sonne am nächsten, tragen den höchsten Tageslichtanteil und bieten Flächen, die nicht zusätzlich versiegelt werden müssen. Eine Alternative zu Dächern sind Freiflächen, sie bieten auf der einen Seite mehr Platz für größere Photovoltaikanlagen, sind wartungsfreundlicher und die Anlagen selbst können noch idealer ausgerichtet werden, als es auf Dächern möglich ist. Auf der anderen Seite ist hier jedoch der Flächenverbrauch größer, zudem werden Flächen verbraucht, die ehemals der Landschaft dienten und nun versiegelt werden. Daher empfiehlt es sich, Freiflächen zu nutzen, die aufgrund belasteter Flächen nicht mehr für andere Zwecke verwendet werden können und somit brach liegen. Eine neuere Standortmöglichkeit ist die Integration von Photovoltaikanlagen in Gebäude, hier werden die Solaranlagen als Fassadenbauteile oder Vordächer in das Gebäude integriert.

Sind die Voraussetzungen für eine Photovoltaikanlage geklärt, beginnt die genaue Planung. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Größe der Dach- oder anderen Standortfläche. Zudem sollte die mögliche Leistung berechnet, die optimale Dachbelegung unter Berücksichtigung von Gauben und Statik geplant und die Entscheidung für eine individuell passende Modulart getroffen werden.

Vorteile einer Photovoltaikanlage liegen im ökologischen Beitrag für den Umweltschutz. Der grüne Strom verdrängt Atom- und Kohlestrom und bringt die Energiewende wieder ein kleines Stück weiter nach vorn. Dank der privaten Solaranlage wird der Strom außerdem dort verbraucht, wo er auch gewonnen wird – ein Fakt, der eine größere Unabhängigkeit von großen Stromerzeugern nach sich zieht. Ein weiterer nicht zu unterschätzender Vorteil liegt in der Schaffung von möglichen Stromtankstellen für das eigene Elektroauto.

Nachteile gründen sich in der teuren Investition einer Photovoltaikanlage, denn es kann bis zu zehn oder 15 Jahre dauern, bis sich die Investition durch niedrige Strompreise und eine Einspeisevergütung wieder deckt. Zusätzlich sind auf die Erlöse des eingespeisten Stroms Einkommenssteuern zu zahlen. Ein nur schwer einzuschätzendes Risiko bleibt das Wetter, denn naturgemäß schwankt die durchschnittlich jährliche Energieausbeute, sodass schlechte Erträge finanzielle Schwierigkeiten nach sich ziehen können.

Wie lässt sich Fläche einsparen, wenn gleichzeitig die Bevölkerung wächst? Dieser Frage geht der Freistaat nun intensiver nach.

Der Stromhändler Statkraft und der Projektentwickler Enerparc haben einen langfristigen PPA-Vertrag für Solarstrom aus Bayern abgeschlossen.

Der nötige Ausbau des Photovoltaik- und Speichermarktes könnte 50.000 neue Jobs in Deutschland schaffen, zeigt eine neue Studie. Die Branche sieht positive Impulse aus Brüssel.