Zuletzt aktualisiert am 18.09.21 um 6:11 Uhr

Thema

Smart Farming

Smart Farming beschreibt den Einsatz unterschiedlichster Technologien zur Datenerfassung und somit zur Digitalisierung der Landwirtschaft.

Entlang der Wertschöpfungskette unterstützt Smart Farming Agrarbetriebe von der Unkrautbekämpfung, über die Ernte, der Fruchtfolgeplanung bis hin zur Erhaltung der Tiergesundheit. Drohnen helfen bspw. Nützlinge auf dem Feld auszubringen, um so Schädlinge zu bekämpfen und den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu optimieren. Wildtiere können mit Hilfe von Drohnen vom Feld verjagt werden, sodass diese bei der Ernte durch die Traktoren nicht getötet werden.

Smart Farming im Ackerbau:

Leistungsstarke Technologien und digitale Sensoren an Landmaschinen geben Informationen für die weitere Arbeit auf dem Acker weiter. Das System ermittelt mittels GPS und Sensoren den Nährstoffgehalt der einzelnen Pflanzen, um so die exakte Düngermenge zu dosieren. Doch auch die Sonneneinstrahlung sowie die Niederschlagsmenge können mittels Smart Farming erfasst und an das jeweilige Bewässerungssystem weitergeleitet werden. Mit dieser Präzisionslandwirtschaft (engl. Precision Farming) lassen sich die Ressourcen- und Kosteneffizienz eines Betriebes steigern.

Smart Farming in der Nutztierhaltung:

Doch auch in Ställen oder auf der Weide spielt Automatisierung eine große Rolle. Automatisierte Melksysteme identifizieren die Kühe über Halsbänder und leiten einen individuellen Melkvorgang ein. Über die Inhaltsstoffe der Milch können der Gesundheitszustand der Kuh ermittelt und mögliche Krankheiten frühzeitig erkannt und behandelt werden. Weitere tierspezifische Daten zum Bewegungsverhalten und Futteraufnahme lassen sich ebenfalls auswerten. Ebenso kann die Fütterung sowie das Reinigen von Laufflächen im gesamten Betrieb über Roboter automatisiert erledigt werden.

Die moderne Bewirtschaftung hilft die landwirtschaftlichen Prozesse zu optimieren, indem Maschinen gezielt eingesetzt und körperliche Arbeiten reduziert werden, um den Landwirt zu entlasten. Durch Landwirtschaft 4.0 – Smart Farming können auf Basis der digitalen Datenerfassung Managemententscheidungen getroffen werden, um Erträge zu steigern und die Tier- und Bodengesundheit zu erhöhen.

Doch smarte Prozesse und Systeme liefern Angriffsfläche für Hacker, wodurch die Betriebssicherheit, sowohl auf dem Feld als auch im Stall, gefährdet werden kann. Zudem ist die Digitalisierung in der Landwirtschaft mit hohen Anschaffungskosten verbunden.

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Im Rahmen des Leitfadens „Landwirtschaft 4.0“ bietet der Bayerische Bauernverband zahlreiche Workshops an, die Landwirte an die Digitalisierung des Betriebs heranführen.

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Googles Mutterkonzern Alphabet hat einen Roboter präsentiert, der die Landwirtschaft effizienter machen soll. Die Prototypen sammeln exakte Daten über Größe und Zustand der Pflanzen auf dem Feld.

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Agrarmesse Muswiese in Hohenlohe

Sehende Hacke von Garford

vor von Helena Biefang, Sophia Philipp

Eine Hacke mit Kameraspurführung entdeckten wir am Stand von Zürn auf der Agrarmesse Muswiese. Wir fragten nach Einsatzbereichen und Kosten.

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