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Die Sojabohne gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Leguminose) und wird heute auf sechs Prozent der weltweiten landwirtschaftlichen Nutzflächen angebaut. Soja gilt als eine der wichtigsten Ölsaaten weltweit, die Bohnen enthalten im Schnitt etwa 20 Prozent Öl. Verwendet wird das Sojaöl als Lebensmittel oder für die Produktion von Biodiesel. Das verbleibende Extraktionsschrot, das nach der Ölpressung übrig bleibt wird im Anschluss erhitzt, um die Bestandteile zu zerstören, die giftig für Mensch und Tier sind. Das Schlussprodukt gelangt dann beinahe vollständig ins Futtermittel oder wird in sehr geringen Prozentsätzen als Nahrung für den Menschen verwendet.

Ursprünglich wurde die Sojabohne in Asien angebaut. Problematisch an der Nutzpflanze ist dort, dass sie überwiegend gentechnisch verändert und in riesigen Monokulturen angebaut wird, wofür große Flächen an Regenwald gerodet werden. In der heimischen Landwirtschaft erhält der Sojaanbau dennoch immer mehr Zuwachs, denn die Produktion hierzulande verläuft gentechnikfrei und damit ohne die Behandlung von Glyphosat und unter Einhaltung der deutschen Umweltauflagen.

Vorteile des deutschen Sojaanbaus verteilen sich auf unterschiedliche Aspekte. Einerseits zieht der heimische Anbau eine Verringerung der Importabhängigkeit nach sich und hilft, die Abholzung im Regenwald zu verringern. Als Leguminose (Hülsenfrüchtler) ist die Sojapflanze in der Lage, Stickstoff aus der Luft zu binden und somit Dünger einzusparen. Zudem ist die Sojapflanze die Feldpflanze, die alle Aminosäuren in guter Qualität aufweist. So ist die Sojabohne eine besonders wertvolle Körnerleguminose, geeignet für die menschliche Ernährung und für die Fütterung landwirtschaftlicher Nutztiere.

Die Brasilianer kritisieren eine „Desinformation“ in der EU: Praktisch die gesamte Sojaproduktion sei nachhaltig, behauptet der Sojaverband. Es gebe keinen Zusammenhang zwischen Abholzung und Anbau

In den vergangen Wochen hat sich Soja am Weltmarkt verteuert. Experten glauben, dass die Versorgung nun knapper wird.

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