Vielseitiger Profi

Bei seinem Ladewagen Tigo PR will Fendt vor allem mit vielen Ausstattungsoptionen punkten. Wir hatten mit dem PR 60 D den größten Wagen der PR-Serie eine Saison lang auf einem Milchviehbetrieb im Einsatz.

Tigo hieß der Ladewagen bereits, als er noch in rot-weißer Farbe von Lely kam. Fendt hat nach der Übernahme am etablierten Produktnamen festgehalten. Auch am Design veränderten die Marktoberdorfer wenig. Doch seit der Übernahme 2017 sind einige Detailverbesserungen in den Ladewagen eigeflossen. Über eine Saison konnten wir mit dem PR 60 D ein mittelgroßes Modell testen. Neben den typischen Ladeeinsätzen stand auch der Häckseltransport auf dem Plan.

Volles Programm

Fendt bietet insgesamt acht verschiedene Tigo-Baureihen an. Die oberen Baureihen der Profi-Ladewagen sind in die PR-, VR- und XR-Modelle aufgeteilt. PR steht für Profi-Ladewagen mit kurzer Bauweise. Drei Modelle von 31 bis 36 m³ Norm-Volumen bieten die Marktoberdorfer hier an.

Unser Tigo PR 60 D ist der Größte der PR-Modelle. Das „D“ in der Typenbezeichnung weist auf die Ausstattung mit Dosierwalzen hin. Zwei sind Standard (im Test), drei Walzen gibt es auf Wunsch. Der Aufbau des Ladeaggregats beim PR, VR und XR ist prinzipiell identisch. Doch die Pick-up und der Rotor unterscheiden sich in der Breite. Wer eine breitere Pick-up möchte, muss zum XR-Wagen greifen. Die theoretische Schnittlänge (37 mm) bleibt bei dann 45 Messern gleich.

Sicherer Stand

Den Tigo kuppelten wir unten in der K80-Kugelkopfkupplung. Der Wagen wird mittels Power Beyond und Isobus elektrohydraulisch angesteuert. Zudem war die optionale, elektrische Zwangslenkung montiert. Per K50 und Gestänge nimmt ein Drehwinkelsensor den Winkel zwischen Schlepper und Wagen auf und steuert dementsprechend die hintere, gelenkte Achse an. Auch eine Offsetlenkung/Hundeganglenkung ist damit möglich, um den Wagen z.B. hangaufwärts fahren zu lassen.

Mit Pneus der Größe 750/45 R26.5 ist man bodenschonend unterwegs. Bei einer Außenbreite von 2,86 m bleibt man noch weit unter den zulässigen 3 m. Für noch mehr Bodenschonung wären sogar 800er-Reifen möglich. Aufgrund des Achsabstandes von 1,81 m bietet der Wagen inklusive 4 t Stützlast ein zulässiges Gesamtgewicht von 24 t. Bei einem Leergewicht des nahezu vollständig ausgestatteten Wagens von 10 t bleiben 14 t Nutzlast. Mit feuchterer Grassilage konnten wir den Wagen bis an diesen Wert ausladen – top.

Lob gab es vom Testteam für das hydropneumatische Tandemfahrwerk (22- oder 24 t-Boogiefahrwerk möglich). Ein Tridemfahrwerk gibt es nur bei der XR-Serie. Der Knickdeichselzylinder ist mit einer Stickstoffblase ausgestattet und federt Stöße auf den Schlepper ab. Die Laufruhe des Wagens auf der Straße war auch bei 50 km/h sehr gut. Optional gibt es den Wagen auch mit 60 km/h-Zulassung. In Kurven regelt das Fahrwerk nach und legt den Wagen förmlich in die Kurve, wenn auch mit etwas Verzögerung. Fendt nennt das FSC (Fendt Stability Control). Diese Option ist sicherlich für Betriebe interessant, die viel am Hang arbeiten. Der Fahrer hat zudem die Möglichkeit, das Fahrwerk hoch und runterzufahren und die Federung zu sperren. Über das Einstellmenü kann man die Fahrwerkshöhe in Prozentangaben anpassen. Weil unser Tigo mit den optionalen Aufsatzblechen ausgestattet war, kam er aber bereits bei einer Fahrwerkshöhe von nur 10% auf eine Gesamthöhe von 4 m. Das muss man bei der Straßenfahrt beachten.

Sauber aufnehmen

Standardmäßig bietet Fendt eine mechanisch angetriebene, ungesteuerte Pick-up an. Beim...

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