Reportage

Wiegungen bringen Sicherheit

Bullenmäster Patrick Löcken hat sich selbst eine Einzeltierwaage gebaut. Dank des regelmäßigen Wiegens der Tiere kann er die Verkaufstermine und Futterrationen optimieren.

Im vergangenen Winter hat Junglandwirt Patrick Löcken an einem besonderen Projekt gearbeitet: Er baute sich selbst eine Einzeltierwaage, um regelmäßiger die Gewichte seiner 230 Fleckvieh-Bullen erfassen zu können. Neben Bullenmast betreibt der 28-Jährige zusammen mit seiner Familie einen Betrieb mit Milchvieh, Ackerbau und Direktvermarktung in Hörstel, im nördlichen Westfalen.

„Früher haben wir das optimale Verkaufsgewicht der Bullen nur per Auge geschätzt. Am Schlachthof kam es dann häufiger zu Abzügen. Das wollte ich ändern“, beschreibt der staatlich geprüfte Agrarbetriebswirt seine Beweggründe für den Bau der Waage.

Von einem Rinderexporteur konnte Patrick Löcken günstig einen Fangstand erwerben. Diesen ergänzte er um eine Wiegeeinrichtung auf dem Boden. Vor dem Eingang der Waage baute er einen Treibgang an. Dazwischen kann er eine Schiebetür öffnen, um einen Bullen auf die Waage zu lassen. Am hinteren Ende montierte der Landwirt ebenfalls bewegliche Gitter, um die Bullen nach dem Wiegen sammeln bzw. auf den Viehwagen treiben zu können.

So entstand vor dem Bullenstall eine ganze Wiegestraße, die Patrick Löcken gleichzeitig zum Verladen der Bullen nutzt. Wenn er Platz z.B. für das...