Neuentwicklung

Yara verwandelt Mobiltelefon in einen N-Tester

Yara hat sein neues Precision-Farming-System YaraIrix vorgestellt. Mit dem eigenen Handy und einer App kann man so den Stickstoffbedarf von Kulturpflanzen präzise bestimmen.

Der Düngemittelhersteller Yara International hat Soft- und Hardwarekomponenten entwickelt, mit denen sich ein handelsübliches Mobiltelefon in einen Stickstoffsensor umwandeln lässt. Das neue Precision-Farming-System YaraIrix ermöglicht es Landwirten, mithilfe ihres Smartphones, also ohne teures Equipment, den Stickstoffbedarf von Kulturpflanzen präzise zu ermitteln.

Wie das Unternehmen anlässlich der Markteinführung von YaraIrix mitteilte, umfasst das System eine kostenfreie, unter Android und iOS lauffähige App, mit der in frühen Wachstumsstadien zur ersten N-Gabe fotobasiert der Stickstoffbedarf für Raps, Winterweizen, Mais und Gerste bestimmt werden kann. Für die zweite bis vierte Düngung werde die App um zwei Hardwareoptionen - einen Clip sowie einem Bluetooth-N‑Tester - ergänzt, die eine präzise Messung in späteren Wachstumsphasen ermöglichten, dann auch für Winterroggen und Wintertriticale.

Für Stefan Fürnsinn, Senior Vice President der Digital Farming Unit von Yara, ist das neue System bahnbrechend. Es habe das Potential, Millionen von Landwirten über das Smartphone Zugang zur Präzisionslandwirtschaft zu verschaffen und Daten zu ihren Feldern zu liefern, die bisher nicht verfügbar gewesen seien. Mit der Einführung der Sensortechnik in ganz Europa mache Yara jetzt die ersten Schritte, so Fürnsinn. Durch den Zugang zu genauen Daten über den Nährstoffbedarf von Nutzpflanzen sei es möglich, mehr Lebensmittel zu produzieren und gleichzeitig die Umweltauswirkungen der Landwirtschaft zu reduzieren.

Laut Yara wird der Clip in der Anfangsphase exklusiv Landwirten zur Verfügung stehen, die Mitglieder des YaraIrix Innovator Programms sind. Diese erhielten bereits vor dem Marktstart den N-Tester Clip in einer privaten Beta-Version und könnten ihn in der Praxis testen. Interessierte Landwirte könnten sich noch anmelden; allerdings sei die Teilnehmerzahl begrenzt.

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