Körnerleguminosen mit Getreide anbauen

[18.10.2012]


Körnerleguminosen, wie etwa Erbsen, sind wichtige Fruchtfolgeglieder. Körnerleguminosen, wie etwa Erbsen, sind wichtige Fruchtfolgeglieder. Erbsen, Hafer und Sommergerste – diese Mischung hat sich im Praxisanbau bereits bewährt. Die Produktion von Getreide und Körnerleguminosen im Gemenge ist insbesondere für den Ökolandbau interessant. Mit dem Mischanbau lassen sich häufig sicherere und stabilere Erträge erzielen als mit Reinsaat.

Unter anderem hängt das mit einem ausgleichenden Effekt bei unterschiedlichen Witterungsverhältnissen zusammen. So kann ein Mischungspartner, der besser mit Trockenheit zurechtkommt, eventuelle Ertragsnachteile des anderen Partners kompensieren. Für die Erbse hat der Mischanbau außerdem den Vorteil, dass das Getreide für die kletternden Erbsenpflanzen als Stützfrucht dient.
 
Weitere Vorteile sind im Hinblick auf Unkraut und Krankheitserreger zu sehen. Der Leguminosenpartner sorgt für dichtere Bestände und hat somit eine gute Unkraut unterdrückende Wirkung. Eine intensive Unkrautbekämpfung spielt daher eine untergeordnete Rolle. Ähnliches gilt für den Befall mit Krankheiten. Das Risiko eines Ertragsausfalls aufgrund von Schaderregern wird durch den Anbau von Gemengen vermindert. Ein weiterer Vorteil des Mischanbaus ist die Fixierung des Luftstickstoffs durch die Leguminosen, was insbesondere für den Ökologischen Landbau von Bedeutung ist.
 
Die Erbsenanteile können in Abhängigkeit von der Sorte und von der Wasserverfügbarkeit gewählt werden. Die Menge variiert von 30 kg/ha bei alten Blatttypen mit geringer Standfestigkeit bis hin zu 80 kg/ha bei neueren, standfesten Sorten auf trockeneren Standorten. Je nach Leguminosenanteil liegen die Getreideanteile zwischen 80 und 120 kg/ha. Die Körsenleguminose ist zwar der wertbestimmende Teil der Erntepartie, allerdings sollte die Standfestigkeit des Bestandes berücksichtigt werden.
 
Betriebe mit Schweinehaltung bauen die Getreidegemenge als Druschfrucht an, Futterbaubetriebe produzieren daraus meist Ganzpflanzensilage (GPS). Für Marktfruchtbetriebe ist die Produktion dann interessant, wenn der Handelspartner das Gemenge trennen kann. Mehr unter oekolandbau.de/erzeuger/pflanzenbau
(Wochenblatt Westfalen-Lippe)

 

Leserkommentare

3 Kommentar(e)
  • Nun kann ja sein !!!

    [21.10.2012]

    Nur in meinem Beitrag sind Fakten,die das vielleicht vermuten lassen. Ihr Beitrag ist faktenlos und somit eigentlich sinnlos!!! Mobig wäre da vielleicht als modernes Schlagwort angebracht. Wichtiger wäre mir da, und das kann man auch vielleicht aus dem Komentar heraushören, wie man es besser macht!!!!!

    von elinge

  • [19.10.2012]

    Manchen Leuten fehlt eben das Feingefühl um Gemenge anzubauen

    von dau-schmidt

  • Wer will das Zeug oder was zieht mit der Erfasser ab???

    [18.10.2012]

    Auch ich habe schon vor Jahren versucht das Gemenge(Erbsen/Gerste) anzubauen. Nur einmal ist meist das Gedreide trocken und die Mischfrucht zu nass und umgekehrt. Auch der Herbizideinsatz ist sehr eingeschränkt. Aber vielleicht gibts auch andere Sorten!!! Ich habe es dieses Jahr probiert. Allerdings mit verschiedene Sorten Erbsen,Wicken und Ackerbohnen. Nun es war die teuereste Form der Begrünung. Und das obwohl ich ausdrücklich auf Standfestigkeit der Mischung wert gelegt habe. Das Zeug lag schon 1 Monat vor der Ernte gefühlt 2cm unter dem Boden. Der Verkäufer der mir diese Mischung verkauft hat gehört eigendlich wegen Betrugs verklagt!!! Oder ist das immer noch die Regel????

    von elinge

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