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Neonikotinoide: Großbritannien gibt Entwarnung; IVA kritisiert Greenpeace

Das britische Landwirtschaftsministerium (DEFRA) hält das Risiko für gering, dass Bienen auf dem Feld mit einer schädlichen Dosis neonikotinoider Pflanzenschutzmittel in Berührung kommen könnten. Das geht aus einer aktuellen Einschätzung des DEFRA von Ende März hervor. Darin schließt das Ministerium seltene negative Effekte auf Bienen zwar nicht aus;

Lesezeit: 3 Minuten

Das britische Landwirtschaftsministerium (DEFRA) hält das Risiko für gering, dass Bienen auf dem Feld mit einer schädlichen Dosis neonikotinoider Pflanzenschutzmittel in Berührung kommen könnten. Das geht aus einer aktuellen Einschätzung des DEFRA von Ende März hervor. Darin schließt das Ministerium seltene negative Effekte auf Bienen zwar nicht aus; unter normalen Umständen träten solche Wirkungen jedoch nicht auf. Laborstudien, die subletale Auswirkungen von Neonikotinoiden auf Bienen belegten, gingen nicht von realistischen Umständen, sondern von extremen Szenarien aus, so DEFRA. Eine Konzentration von 1mg bis 5mg Neonikotinoid je Liter Nektar scheine der Schwellenwert, unterhalb dessen keine Effekte zu beobachten seien. Die meisten Rückstandsmessungen in Nektar und Pollen behandelter Pflanzen bewegten sich meistens an oder unterhalb dieses Werts. Ferner weideten Bienen nicht ausschließlich auf behandelten Kulturen, so dass mögliche Effekte der Pflanzenschutzmittel weiter abgeschwächt würden. In den Laborstudien seien die genannten Schwellenwerte wahrscheinlich um den Faktor 2 bis 10 überschritten worden.


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IVA-Kritik an Greenpeace-Studie


In diesem Zusammenhang kritisiert der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) eine heute von Greenpeace lancierte Kampagne als „pseudo-wissenschaftlich“. Die Studie „Bye bye Biene?“ zielen nach Auffassung des Wirtschaftsverbands nicht auf Erkenntnisgewinn. In dem Papier würden selektiv einzelne Labor-Studien aufgegriffen, ohne die vorliegenden Monitorings aus der landwirtschaftlichen Praxis zu berücksichtigen. Diese zeigten, dass Insektizide von den Landwirten ohne unvertretbare Risiken für Bienen eingesetzt werden.

 

Auch vor verfälschender Darstellung der Quellen schrecke Greenpeace nicht zurück. So werde behauptet, eine kürzlich veröffentlichte Feldstudie habe gezeigt, dass Bienen nach Aufnahme von Pollen und Nektar mit Pflanzenschutzmittel-Rückständen den Weg zurück in den Bienenstock nicht finden konnten (S. 31). Tatsächlich seien die Bienen für die Studie (Henry et al. 2012) in einem Experiment mit einer Zuckerlösung zwangsernährt worden, die unrealistisch überhöhte Konzentrationen von Pflanzenschutzmitteln enthielten. Dass überhöhte Konzentrationen zu Orientierungsproblemen bei Bienen führen können, ist seit über zehn Jahren bekannt.

 

„Greenpeace macht es sich mit dem Ruf nach einem pauschalen Verbot wieder einmal leicht, indem man nur auf einen Teil der Gleichung schaut. Eine produktive Landwirtschaft aber braucht sowohl gesunde Bestäuber, wie Bienen und Hummeln, als auch wirksamen Pflanzenschutz, mit dem die Landwirte ihre Ernten vor Schädlingen schützen können“, kommentiert Volker Koch-Achelpöhler, Hauptgeschäftsführer des IVA. „Die kurzsichtigen Forderungen von Greenpeace helfen weder Bienen noch Bauern, denn sie zielen nicht auf die wirklichen Probleme.“ AgE/IVA/br

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