Rosmarin: Für Leib und Seele

Rosmarin, beliebtes Kraut in Speisen, Tees, Tinkturen und Heilbädern, hat den Titel „Heilpflanze des Jahres 2011“ ergattert. Und dies nicht ohne Grund: Die aromatisch duftende Pflanze kurbelt den Kreislauf an, wirkt krampflösend und lindert Magen-Darm-Beschwerden. Vor allem in der Rheuma-Therapie hat sie sich bewährt. Schon für die Ägypter und Griechen war Rosmarin heilig und ein Symbol für Treue und Fruchtbarkeit.
Experten führen die positiven Wirkungen des Rosmarin auf seine Gerb- und Bitterstoffe zurück. Zudem ist in der Pflanze reich an ätherischem Öl, das sich hauptsächlich aus Kampfer zusammensetzt.
Rosmarin wächst wild an den Küsten des Mittelmeeres und ist bei uns ganzjährig als Garten- oder Topfpflanze erhältlich.
Die Möglichkeiten, das grüne, duftende Kraut nicht nur in der Küche, sondern auch für die eigene Gesundheit einzusetzen, sind vielfältig:
Tee: Für einen anregenden und aktivierenden Tee 1 TL abgezupfte Rosmarin-Nadeln in eine große Tasse geben. Mit ca. 200 ml kochendem Wasser übergießen, 5 Minuten ziehen lassen, abseihen und schluckweise trinken.
Massagen: Wählen Sie Rosmarinöl z.B. für eine Rückenmassage. Das Öl wirkt durchblutungsfördernd und wärmt. Es ist in der Apotheke erhältlich.
Alternativ können Sie hochwertiges Ölivenöl mit einigen Tropfen Rosmarinöl mischen und zum Einreiben schmerzender Kniegelenke oder kalter Füße verwenden.
Badezusatz: Übergießen Sie ca. 100 g abgezupfte Rosmarinblätter mit 2 Litern kochendem Wasser. Den Aufguss zugedeckt 10 bis 15 Minuten ziehen lassen, abseihen und dem Badewasser zufügen. Das Kräuterbad wirkt anregend und entspannt bei Gelenk- und Gliederschmerzen. Wer mag, kann auch einige Tropfen Rosmarinöl dem Badewasser zusetzen – doch Vorsicht, das intensive Öl nur in Maßen verwenden. Schwangere sollten es meiden.