Chinesen dürfen Milchfarmen in Neuseeland kaufen

Neuseeländischer Melkstand Die chinesische Investorengruppe Pengxin hat grünes Licht für den Kauf von 16 neuseeländischen Milchbetrieben bekommen. Ende Januar stimmte die neuseeländische Regierung der Empfehlung der zuständigen Behörde zur Überwachung von Auslandsinvestitionen zu und gab den Weg für das Investment unter Auflagen frei.

Den neuen Eignern wurde unter anderem die Mehrheitsbeteiligung an neuseeländischen Molkereien untersagt, ferner wurden sie verpflichtet, umgerechnet 8,7 Mio. Euro in die Produktionsbetriebe zu investieren und Wegerechte für die Bevölkerung zu respektieren. Die Milchfarmen sollen in Kooperation mit dem staatlichen Unternehmen Landcorp betrieben werden, wobei der neuseeländische Partner das praktische Hofmanagement übernehmen wird.

Trotz Auflagen ist der Verkauf der sogenannten Crafar-Farms mit rund 7 900 ha auf der Nordinsel umstritten.  Die Gegner der geplanten Übernahme im Wert von schätzungsweise 125 Mio. Euro setzen ihre Hoffnungen auf die letzte noch verbliebene Hürde: Beim Obersten Gerichtshof in Wellington wurde nach Klage des unterlegenen Bieterkonsortiums eine letzte Anhörung des Falles angesetzt. (AgE)


Leserkommentare Kommentieren

  1. von helmut_ehrlicher · 1.
    Wachstumswahn, Billionen von US Dollar und ängstliche Chinesen

    Die Chinesen haben Angst: Sie horten Unmengen an US Dollar. Schätzungen belaufen sich auf ca. 2,5 Billionen. Die FED in den USA bläst zudem die Papiergeldblase weltweit immer weiter auf (heute ohne Papier, alles Digital), um die „kranke“ Finanzwirtschaft und Rüstungsindustrie der USA (mehr haben die nicht mehr) am Leben zu erhalten. Da legt man als Chinese doch schnell mal ein paar Dollar in echten Werten an (Afrikanisches Ackerland, Deutscher Wald, usw.), als am Ende nur noch LKW-weise wertloses Papier zu haben. Und wieder ein Beispiel, dass Wachstum (Größenwahn?) und das Ziel am Ende der Größte zu sein nicht zwangsläufig aufgehen muss, denn es gibt oftmals noch einen anderen (Chinesen) der am Ende mehr Geld hat ...

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