[11.08.2012]
José Graziano da Silva
Können es sich die USA noch erlauben, rund 40 % der Mais-Ernte für die Ethanol-Produktion zu verwenden? Immerhin leidet das Land derzeit unter der größten Dürre seit über 50 Jahren. Die Welternährungsorganisation (FAO) jedenfalls sagt Nein und fordert dringend ein Umdenken, bevor es zu einer Nahrungsmittelkrise kommt.
Wie der Spiegel berichtet, hat FAO-Generaldirektor José Graziano da Silva die USA gestern aufgefordert, ihre Produktion von Biokraftstoff zu drosseln. Eine vorübergehende Reduzierung der Ethanol-Quote würde "dem Markt eine Atempause verschaffen und es ermöglichen, mehr Getreide als Nahrung und Tierfutter zu nutzen", schreibt da Silva. Zwar befinde man sich noch nicht in einer Krise, doch die US-Dürre mache die globalen Märkte "höchst anfällig" für weitere Erschütterungen.
Der brasilianische Ökonom warnt davor, dass die Politik die Situation durch falsche Reaktionen verschärfen könnte. Wie 2007, als mehrere große Produktionsländer Einfuhrrestriktionen erlassen hatten, um die Preise im eigenen Land ruhig zu halten. Das hatte die Krise aber noch verschärft.
Von der Dürre in den Vereinigten Staaten sind mittlerweile fast zwei Drittel der Fläche des Landes betroffen, so der Spiegel weiter. In zahlreichen Landkreisen wurde der Notstand ausgerufen. In der Folge hat sich Mais allein im Juli um fast 23 % verteuert, die Preise für Weizen legten etwa 19 % zu. (ad)
Leserkommentare
greening
[13.08.2012]
Dazu passt dann unser Greening!
von mayr#001
Falsch verstanden!!!!
[11.08.2012]
Die FAO,Grünen,Umweltverbände wollen weg,weg von Atom,Kohle,Öl,....und am Ende vom Erdgas!! Die andern wie Rössler,der Industrie nahestehende(vonFDP,CDU weniger der SPD) ist die Energiewende zu teuer weil wir in direkter Konkurents mit der "noch" billigen CO2 bassierter Energie stehn(´China,USA,....)Wenn aber das Öl fehlt(10 spätestens 20Jahren) muß die Landwirtschaft wie vor hundert Jahren die nein "alle" Rohstoffe "ersetzen"!!Das heißt die FAO,ja eigendlich alle sagen nur es geht. Aber da soll der Staat wenn man alles zusammenzählt 30-60 Mrd Jährlich zuzahlen damit es "sozial" geht!!! Und das ohne Mineralölsteuer!! Da hört man schon daß nächstes Jahr der Elnino zuschlagen soll. Wenn der Ausgeprägt ist, dann gute Nacht FAO und der Welt!!
von elinge
Und dann?
[11.08.2012]
Steigt der Ölpreis und Weizen dümpelt mal wieder bei 12 € rum. Das will auch keiner.
von yvain
Blödsinn das politische Entscheidungen gravienender sind als natürliche!
[11.08.2012]
Der Mann hat doch Recht.Getreide aktuell auf dem Teller als in denn Tank.Man darf nicht vergessen es ist zur Zeit eine Jahrhundert dürre in den USA. Auch in Europa ist Getreide knapp.
von
Nachtrag: Ist jetzt weniger oder mehr da als bei billigem Gedreide!
[11.08.2012]
Das ist jetzt ein anders und noch dazu drängendes Thema an dem sich die Energiewende der DE. Sie will bis jetzt nur den Strom aber nicht die CO2 bassierte Energie ersetzen will(muß). Da plappern die Jurnalisten wieder den Grünen nach.Sie muß billig da sein nur......
von elinge
Nachtrag: Ist jetzt weniger oder mehr da als bei billigem Gedreide!
[11.08.2012]
Aber es wird ja Mais;Weizen,..dazu benutzt den Alkohol herzustellen. Da heißt es wurden mehr als 10 Millionen ha mehr ausgesät. Aber durch Klimawandel (ist es der oder ist das nicht schon mal dagewesen) sollen doch die Landwirte sich darauf vorbereiten.Nun bei extremen Wetterereignissen kann ich als Landwirt gar nichts tun !!! Aber wir können den Alkoholweizen,Mais als Nahrungsmittel verwenden.Nun wie war das in den Trockenjahren bisher --es war auch nichts da. Der Preis war auch hoch allerdingss nur ein Jahr danach war der Markt wegen Überproduktion wieder verstopft!!! Nun wenn das der Klimawandel ist die Energie nicht von der Erdölfelder kommen dürfte ( wird dann ja noch schlimmer) Mußte die energie wie vor 100 Jahren vom Acker kommen.
von elinge
Ist jetzt weniger oder mehr da als bei billigem Gedreide???
[11.08.2012]
Nun vor 7 Jahren hatten wir Weizenpreise von um 10€ je dt. Überschüsse soweit das Auge reicht wenn man den Politiker und Jurnalisten glauben wollte.Und sooooo teuer waren die Überschüse noch dazu!!! Können Sie sich noch daran Errinnern liebe FAO???? Nein oder doch??? Da wurden den westlichen Landwirten auch von der FAO vorgeworfen das wir mit Ihren Überschüssen den Markt für die Produkte der Enrwicklungsländer verstopfen!!! Und nun die "Entwicklungsländer" könnten nur das Loch doch füllen---nur es kommt nichts----wer ist jetzt schuld ach Natürlich ja die Bioenergie. Nun wenn Wir der FAO,und den nachplapperer Jurnalisten hören würden und wir die ganze Bioernergie von Pappeln,Atropia,Sudangras,......holen würden wäre je nichts mehr da.
von elinge
Politische Machtentscheidungen am Markt sind gravierender als natürliche!
[11.08.2012]
An diesem Beispiel sieht man sehr schön, wie "Markt" gemacht wird und dass es politische Entscheidungen auf höchster Ebene sind, die sich am Ende auswirken. Dürre und Naturkatastrophen sind eher natürliche Begleiterscheinungen, die es schon immer gegeben hat, die aber heute nur allzu gerne nach vorne geschoben werden, um von den gravierenderen politischen Auswirkungen abzulenken.
von helmut_ehrlicher
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