[19.07.2012]
Angela Merkel
Für die Einhaltung des „Zwei-Grad-Ziels” und zusätzliche Anstrengungen im Kampf gegen den Klimawandel hat Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel geworben. „Mit den bisherigen Selbstverpflichtungen und freiwilligen Maßnahmen einzelner Staaten ist die Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs auf 2 °C nicht zu schaffen; nach jetzigem Stand werden wir so eher bei 4 °C landen”, erklärte Merkel am Montag zu Beginn des dritten Petersberger Klimadialogs in Berlin.
Ein entschlossenes Vorgehen der internationalen Staatengemeinschaft sei unbedingt notwendig, wolle man in der Zukunft nicht vor unlösbaren Problemen und katastrophalen Situationen stehen. Wichtig sei vor allem die Vereinbarung für ein bindendes Klimaabkommen als Nachfolge des Kyoto-Protokolls, das schon bald auslaufe. Dafür dürfe man die Jahre zwischen 2012 und 2015 „nicht einfach verstreichen lassen”. Zwar seien kurzfristig kaum negative Veränderungen zu erwarten, wenn man „einfach so weiter” mache. Aufwand und Kosten stiegen aber mit jedem ungenutzten Jahr weiter an.
Wenig hilfreich seien daher auch Diskussionen über die Ungenauigkeit und Fehleranfälligkeit von Prognosemodellen, hob Merkel hervor. Diese träfen zwar nicht immer ins „Schwarze”; an der Notwendigkeit des Umdenkens der gesamten Welt ändere dies jedoch nichts. Neben dem unzweifelhaften Wachstum der Weltbevölkerung sorge auch die Endlichkeit der fossilen Energieträger für einen immer drängenderen Handlungsbedarf.
Peter Altmaier
Bundesumweltminister Peter Altmaier hatte die Umsetzung des „Zwei-Grad-Ziels” im Vorfeld vom Petersberger Klimadialog III als „sehr ambitioniert” bezeichnet. Verliere man weiterhin Zeit, gerate die Marke von 2 °C sogar in akute Gefahr. In den vergangenen Jahren sei der internationale Klimaschutz nicht im notwendigen Tempo vorangekommen, räumte Altmaier ein. Wegen notwendiger Konsolidierungsmaßnahmen seien auch in vielen EU-Staaten nur begrenzte Spielräume vorhanden.
Zudem zeigten sich gerade in Deutschland immer stärker auch die sozialen Auswirkungen des Ausstiegs aus fossilen Energieträgern. Der Klimawandel dürfe dem aber nicht zum Opfer fallen, betonte der Minister. Deutschland habe mit seinem guten Ruf in der Energiewende und im Umweltschutz die Verpflichtung, mit gutem Beispiel voranzugehen. Ziel müsse sein, Entwicklungs-, Schwellen- und Industrieländer zusammenzubringen und für verbindliche Klimaschutzziele zu begeistern. Der Petersberger Dialog sei daher die richtige Plattform, um die Grundlagen für die Ende des Jahres stattfindende Klimakonferenz in Katar zu legen. (AgE)
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Leserkommentare
[19.07.2012]
Werben um Energiewende? Also wenn überhaupt, dann nur unter der Prämisse, das die Gewinne der 4 Großen Energieriesen unangetastet bleiben.
von preuße
soviel zur Energiewende
[19.07.2012]
Kann ein Offshore-Windpark wegen des zögerlichen Ausbaues der Stromleitungen nicht fristgerecht in Betrieb genommen werden, hat der Betreiber der Windmühlen gegenüber dem zuständigen Netzeigentümer Schadensersatz-Ansprüche. Letzterer wiederum hat das Recht, die Kosten auf seine Stromkunden abwälzen.Die Großen Energiekonzerne Profitieren immer die kleinen werden geschröft.Das bedeutet auch Energiewende
von 11eas
Und ewig erklingen die Märchen...
[19.07.2012]
Vorwort: Es gab zwischen 1100 - 1500 n.Chr. nach Eisbohrkernen eine kleine Warmzeit: Ackerbau auf Grönland, Weinbau in England, Arktis im Sommer weitgehend eisfrei, Nordwest und -ost Passage waren schiffbar, bei niedriger CO2 Konzentration. In dem Bericht wird suggeriert, dass CO2 einer der schlimmsten Klimakiller ist. Das ist nicht erwiesen, es gibt andere Denkweisen, aber dann kann kein Profit daraus geschlagen werden. Bestes Beispiel ist der Klimagate- Skandal vom Nov. 09. In D war nur in der "Welt" darüber zu lesen. Wissenschaftler verändern Daten nach Belieben um ihre CO2 Thesen zu stärken. Es geht doch wie immer nur um Kohle, um Verschmutzungsrechteverkauf(Kyoto- Protokoll). Wie macht man das?
von yvain
Und ewig erklingen die Märchen(2)
[19.07.2012]
Na mit Zöllen und Wachstumsbeschränkungsmaßnahmen. Öko- Siegel, Fairtrade, Co2- Zertifikate. Können sich aber nur reiche Staaten leisten. Die Armen bekommen dann Handelsembargos, weil sie weder Geld noch Technik haben. Es ist für unseren Staat natürlich aüsserst lukrativ: Ökoplaketten, Kat, Ökostrom und sicherlich auch bald eine Co2- Steuer. Vielleicht sollte man das Umweltministerium dem Wirtschaftsministerium unterstellen? Ich habe in den letzten Jahren jedenfalls nichts von denen gehört, z.B. bei Urwaldrodungen für E10, Giftmüll/Atommüllverklappungen in den Weltmeeren, Raubbau von Rohstoffen. Wo sind denn da Sanktionen? Es ist ein ganz scheinheiliger Haufen und andersdenkende werden zunehmenst verspottet.
von yvain
Und ewig erklingen die Märchen(3)
[19.07.2012]
Zum Schluß, das immer- und ewigwährende Prinzip: Eine milliardenschwere Elite erzeugt viel persönlichen Gewinn und großen globalen Schaden. Danach schiebt sie die Schuld der Allgemeinheit zu und die, wenn sie dann überzeugt ist, werden sie zur Kasse gebeten.
von yvain
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