Neues Meldesystem soll Infektionsgefahren schnell aufdecken

[15.02.2012]

Über Sprossen verbreitete sich 2011 der EHEC-Erreger
Mit dem Gesetz zur „Durchführung der internationalen Gesundheitsvorschriften“ (IGV) will die Bundesregierung die Bevölkerung künftig besser vor Infektionsgefahren schützen. Verbraucher sollen dabei schnell und kompetent Informationen zu gesundheitlichen Risiken erhalten, erklärte Hans-Michael Goldmann (FDP) dazu, der den Vorsitz im Landwirtschaftsausschuss inne hat. Bauern blieben zudem wirtschaftliche Einbußen wie in der zurückliegenden EHEC-Krise erspart, da durch zügige Aufklärung des Ursachenherdes Fehlinformation nicht mehr zu einer unnötigen Vernichtung von Lebensmitteln führen könnten.

Auch im Ernährungsausschuss habe Bundesagrarministerin Ilse Aigner positive Signale gesendet. Die Einrichtung einer Task-Force zur Ursachenermittlung mit Experten aus den Ländern, vom Bund und von der EU, werde ein fester Bestandteil des Krisenmanagements im Falle weiterer Krisen. Damit habe man Konsequenzen aus der EHEC-Krise im vergangenen Jahr gezogen und verkürze die Meldewege bei künftigen gesundheitlichen Gefahren, unterstrich der Bundestagsabgeordnete. (AgE)

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