[29.05.2012]
Ulrike Höfken, rheinland-pfälzische Landwirtschaftsministerin (Bündnis 90/Die Grünen).
Die geplante Fusion von Arla Foods und der Milch-Union-Hocheifel (MUH) kann die grundsätzlichen Probleme der Milcherzeuger nicht lösen. Davon geht die rheinland-pfälzische Landwirtschaftsministerin Ulrike Höfken aus.
Zwar könnte den Landwirten durch den Zusammenschluss der beiden Molkereien möglicherweise bessere Konditionen geboten werden. Wegen gestiegener Betriebskosten und der angespannten Lage auf dem Milchmarkt würden die Verluste vieler Betriebe aber nicht aufgefangen werden.
Während die Menge der erzeugten Milch auf Rekordniveau steige, falle der Preis in Richtung 26 Cent pro Liter. Dabei sei die derzeitige Situation nach Ansicht der Ministerin ernster als bei der Milchkrise 2009, weil die Milchproduktion sich verteuert habe und viele Betriebe die in der Krise erhaltenen Liquiditätshilfen zurückzahlen müssten.
Höfken kann den Fusionsplänen aber auch Positives abgewinnen. Infolge des Zusammenschlusses würde der MUH-Standort in Pronsfeld gestärkt und es wären weitere Investitionen zu erwarten. Ebenso könnte die MUH, die bei den letzten Preisabschlüssen unter dem massiven Druck des Lebensmitteleinzelhandels nachgegeben habe, dann neben der weißen Linie auf mehr Standbeine in der Produktionspalette bauen. Das wiederum bedeute mehr Planungssicherheit für Molkereien und Milchbetriebe. (AgE)
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Leserkommentare
Parteiübergreifend
[29.05.2012]
Also ich hab sogar was für die Grünen über und finde, hier sollte man was tun. Die Idee dazu kommt aus dem Umweltbundesamt, dann in die Welt getragen von einem, der mal Umweltminister, war.... und ich sage mal, wenn die grünen diesen Leckagemist verhindern, dann wähle ich nicht nur bei der Kommunalwahl grün !
von futtersilo
[29.05.2012]
@futtersilo: Da gebe ich dir recht. Aber,... diese Ideen der Verschärfung zur Güllelagerung kommen aus dem schwarz-gelben Lager....
von preuße
Güllelager-Verschärfung
[29.05.2012]
Schön das sich Frau Höfken so um die Milcherzeuger bemüht. Bei dieser Gelegenheit, kann Sie gleich den Worten Taten folgen lassen und sich gegen die Verschärfungen bei der Lagerung von Kot-harn-gemischen, Jauche, Mist und Silage einzusetzen. Das kostet viele kleinere Betriebe und auch die Biobetriebe mehr als 50.000 € für doppelte Wände und Leckageerkennungen.
von futtersilo
[29.05.2012]
Richtig, Frau Höfken, die Fusion löst die eigentlichen Probleme nicht. Vor allem dann nicht, wenn Arla - wie gerüchteweise zu hören war - mit Dumpingpreisen versucht Käsemarktanteile zu gewinnen. Es verwundert, das nur eine Grüne-Ministerin diesen Mißstand beim Namen nennt. Wo sind da unsere eigentlichen Vertreter aus CDU,FDP und DBV ?
von preuße
Wer ist nun das neue Schlusslicht in Deutschland?
[29.05.2012]
Die MUH Bauern werden sich retten. Der Druck auf Dr.Hochwald wird größer werden. Aber er hat ja noch einen "Freizeitjob" im MIV.
von Hardthof
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