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Kontraktverhandlungen: Molkereien fordern höhere Preise

Die deutschen Molkereien wollen die laufenden Kontraktverhandlungen für Preiserhöhungen bei Milchfrischprodukten nutzen. Denn die Lage auf dem Milchmarkt ist relativ stabil.

Wie die Lebensmittel-Zeitung berichtet, wollen die Unternehmen für die Weiße Linie versuchen, Preiserhöhungen im Einzelhandel durchzusetzen. Nachholbedarf sehen die Molkereien nach den schwachen Abschlüssen im Mai unter anderem bei Quark, Kondensmilch und Fruchtjoghurt. Ein Becher Speisequark (250 g) war im Mai nur um 3 Cent auf 40 Cent teurer geworden.
 
In anderen Segmenten wird eher mit einem stabilen Preis gerechnet, denn eine weitere Erhöhung würde sich negativ auf den Konsum auswirken, wie das Beispiel Butter zeige. Einige Molkereien machen sich indes Sorgen, dass der Discount Preissenkungen bei Milchprodukten werblich nutzen könnte, um Preiserhöhungen in anderen Bereichen auszugleichen.

Markenartikler wollen die Anuga nutzen, um über Preiserhöhungen zu sprechen. So wird die Privatmolkerei Zott die "teilweise dramatisch gestiegenen Preise für Rohfrüchte, Zucker und Verpackungen" thematisieren. Das werden auch Florian und Markus Bauer von der Privatmolkerei Bauer tun: "Im Rahmen der Messe wird sicherlich die aktuelle Kostensituation im Markt, hervorgerufen durch deutliche Preissteigerungen bei Rohwaren wie Zucker und Fruchtzubereitungen sowie bei der Verpackung, eines der bestimmenden Anuga-Themen sein."
 
Wie sensibel das Thema ist, musste neulich Danone erfahren. Kaufland strafte den Konzern nach Preiserhöhungen ab und listete Actimel und Activia kurzfristig aus.