PRRS-Ausbruch in Besamungstation Herbertingen

Schweinebesamung Schweinebesamung Eber der Besamungsstation Herbertingen haben sich Ende November mit dem PRRS-Virus infiziert. Dies bestätigte Jörg Sauter, Geschäftsführer von German Genetic/SZV, zu dem die Station gehört, gegenüber top agrar. Der Virusbefall wurde im Rahmen der routinemäßigen 14-tägigen Stichprobenuntersuchungen auf der Station in Südwürttemberg entdeckt. German Genetic hat daraufhin die Tötung aller rund 200 Eber veranlasst. Zurzeit wird die Station desinfiziert. Anschließend soll der Bestand mit PRRS-freien Zuchtebern neu aufgebaut werden. Sauter beziffert den Schaden auf 300.000 bis 500.000 €.
 
Gekeult wurden auf Veranlassung der Schweizer Veterinärbehörden auch alle 1.300 Tiere eines Schweinehalters in der Region Appenzell, in dessen Sauenherde infizierte Tiere festgestellt wurden. Herbertingen hat diesen Betrieb mit Sperma beliefert. In weiteren 26 Schweizer Betrieben, die von Herbertingen Sperma bekamen, wurde kein Virus nachgewiesen. Die Schweiz galt bislang als PRRS-frei.
 
PRRS-Ausbrüche auf Eberstationen kommen immer wieder vor, weil der Erreger auch über die Luft übertragen werden kann. In Deutschland sind dieses Jahr bereits mehrere Fälle bekannt geworden. (do)

Das interessiert Sie bestimmt auch:

2 Leserkommentare Kommentieren

  1. von rhuber · 1.
    Haftung?

    Die Besamungsstation hat schon erklärt, dass sie vertragsgemäß "PRRS-unverdächtiges Sperma" ausgeliefert hat, d. h. sie sind nicht haftbar zu machen und die Ferkelerzeuger schauen in die Röhre. ´Ich gehe davon aus, dass die Station noch Sperma verschickt hat als der Virus schon erkennbar war. Die interessieren sich doch für keinen landwirtschaftlichen Kunden.

  2. von ralfharth · 2.

    "Sauter beziffert den Schaden auf 300.000 bis 500.000 €." Mich würde mal viel mehr interessieren wie hoch der Schaden für bisher PRRS-freie Ferkelerzeuger ist, welche erst 14 Tage nachdem der PRRS-Ausbruch durch die Eberstation festgestellt wurde, bei der Spermabestellung davon erfahren haben, dass auch ihr Betrieb mit PRRS infiziertem Sperma beliefert wurde. Und vor allem: Wer ist für eine solch schlechte Informationspolitik verantwortlich und wer bezahlt hier den Schaden?

Ihre Meinung

Zum Schreiben eines Kommentars loggen Sie sich bitte ein!

Sie sind neu hier?

Als Abonnent kostenlos registrieren oder top agrar gratis testen