Klöckner legt 20 % Ökolandbauziel in die Hände der Landwirte

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner sieht die Landwirte in der Verantwortung, dass 20 % Ziel für den Ökolandbau zu erreichen. Ihr Ministerium will bei Forschung, Beratung und in der Ausbildung unterstützen. Die Siegerbetriebe des Bundeswettbewerbs Ökologischer Landbau 2019 seien Katalysator für den Ausbau des Ökolandbaus.

Bis 2030 will die Bundesregierung erreichen, dass 20 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche ökologisch bewirtschaftet werden, so steht es im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD. „Die Entscheidung, ob das klappt, liegt bei den Landwirten“, sagte Klöckner am Donnerstag bei der Preisverleihung des Bundeswettbewerbs Ökologischer Landbau auf der Grünen Woche in Berlin. Mit ihrem Ministerium wolle sie aber einen guten politischen Rahmen setzen und somit das Wachstum der Branche fördern. Unter anderem mit Forschungs- und Wissenstransfer, einem kompetenten Beratungsangebot sowie einer Anpassung der Ausbildungsinhalte in der Landwirtschaft.

Den Bundeswettbewerb Ökologischer Landbau hält Klöckner für einen wichtigen Katalysator beim Ausbau des Ökolandbaus. Die in diesem Jahr ausgezeichneten Konzepte bezeichnete sie als „wegweisend für die Branche“. Sie zeigten, dass sich eine effektive und wirtschaftliche, gleichzeitig aber auch ressourcenschonende Arbeitsweise nicht ausschließen.

Seit dem Jahr 2001 veranstaltet das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft den Bundeswettbewerb Ökologischer Landbau aus. Die drei diesjährigen Preisträger zeichnete Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner heute auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin aus. Die Jury kürte drei Preisträger in der Kategorie Gesamtbetriebliches Konzept:

  • Der Betrieb von Martin Geng erhält den Preis für seine vorbildliche Erhaltung und Verbreitung einer großen Sortenvielfalt beim Obstanbau mit gezielter Förderung alter Obstsorten und ausgefallener Obstarten.
  • Der Pfänder-Hof von Johannes und Florian Pfänder wird für sein hofeigenes Kompostierungs- und Düngekonzept mit in einem weitgehend geschlossenen Betriebskreislauf ausgezeichnet.
  • Beim Naturlandbetrieb Hof Eselsmühle im hessischen Lohra gab das vorbildliche Konzept der artgerechten Tierhaltung von Welsh Ponys, Cobs und Angus Fleischrindern den Ausschlag für die Jury.

Die ausgezeichneten Betriebe erhalten jeweils ein Preisgeld in Höhe von 7.500 Euro. Insgesamt hatten sich 26 Betriebe für den Bundeswettbewerb Ökologischer Landbau 2019 beworben. Weitere Informationen zu den Konzepten der drei Preisträger finden Sie im Internet unter www.wettbewerb-oekolandbau.de.

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Artikel geschrieben von

Stefanie Awater-Esper

Korrespondentin Berlin

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Diskussionen zum Artikel

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von Erwin Schmidbauer

@Aierstock

Genau, der Verbraucher hat es fast ausschliesslich in der Hand. Warum wollen und wollen das die Politiker nicht verstehen? Ich vermute: 2 % Landwirte zu bearbeiten ist einfacher als 100 % der Bevölkerung.

von Gebhard Aierstock

Die Entscheidung, ob das klappt, liegt bei den Landwirten?

Wenn 20% Bio das Ziel sein soll, liegt es vor allem an den Verbrauchern die Bio kaufen müssen. Letztendlich wird produziert, was der Markt verlangt!

von Jörg Meyer

Prämienspiegel mitveröffentlichen!

Bei diesen vorbildlichen Betrieben interessiert mich auch die Wirtschaftlichkeit am Markt und die Höhe der jährlichen Subventionen, so dass man erkennen kann ob diese Betriebe wirklich Entwicklungsmöglichkeiten für weitere Betriebe am Markt bieten, oder ob sich hier der eine oder andere scheinbare Agrarpolitiker versucht ein kleines kurzfristiges Denkmal zu setzen?

von C. Schmidt

"Geschlossener Betriebskreislauf"

Wenn der Kollege einen geschlossenen Nährstoffkreislauf hat verkauft er entweder nichts und lebt von der Bio-Prämie, oder seine Kunden Sche***n direkt wieder auf seinen Acker.

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