Russland stoppt Fleischimporte aus Deutschland

Der russische Föderale Aufsichtsdienst für die Tier- und Pflanzengesundheit (Rosselkhoznadzor) hat angekündigt, dass Russland ab dem 4. Februar 2013 die Einfuhr von gekühltem Frischfleisch aus Deutschland verbieten wird.

Der russische Föderale Aufsichtsdienst für die Tier- und Pflanzengesundheit (Rosselkhoznadzor) hat angekündigt, dass Russland ab dem 4. Februar 2013 die Einfuhr von gekühltem Frischfleisch aus Deutschland verbieten wird.

Wie die Behörde mitteilte, wurde die Leiterin der Unterabteilung „Tiergesundheit, Tierschutz“ im Bundeslandwirtschaftsministerium, Dr. Karin Schwabenbauer, bereits offiziell darüber in Kenntnis gesetzt. Die verhängte Handelsbeschränkung wird Rind- sowie Schweine- und Geflügelfleisch betreffen. Rosselkhoznadzor begründete diesen Schritt mit der „Missachtung von russischen Hygieneanforderungen“ und „Unzulänglichkeiten im deutschen föderalen Veterinärsystem“.

Bereits Mitte Dezember 2012 hatte der Leiter von Rosselkhoznadzor, Sergej Dankwert, in einem Gespräch mit Staatssekretär Dr. Robert Kloos Kritik an den Überwachungsbehörden in den Bundesländern geübt und binnen Monatsfrist Änderungen im Veterinärwesen angemahnt. Das Berliner Agrarressort hatte daraufhin die Stabsstelle „Export Russische Föderation“ eingerichtet. Dem Vernehmen nach gab es bei Gesprächen mit der russischen Seite am Rande der Grünen Woche in Berlin keine klaren Signale, die auf eine Sperrung der deutschen Fleischherkünfte hindeuteten.

Bedeutender Absatzmarkt

Wie der Verband der Fleischwirtschaft (VDF) berichtete, ist Russland der wichtigste Drittlandsmarkt für frisches, gekühltes und gefrorenes Schweinefleisch aus Deutschland. In den ersten drei Quartalen 2012 wurden dorthin rund 75.500 t exportiert; zusammen mit den Zollunionspartnern Weißrussland und Kasachstan waren es etwa 100.000 t oder mehr als 8 % der Gesamtausfuhren in dieser Warengruppe. (AgE)

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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