Verbände

Auch milch.bayern will aus ganzjähriger Anbindehaltung aussteigen

Der Verein unterstützt die gemeinsame Erklärung der Molkereiverbände zur zukünftigen Ausrichtung der Milchviehhaltung in Bayern und Baden-Württemberg.

Die Mitgliederversammlung des milch.bayern e.V. hat in der vergangenen Sitzung zugestimmt, die gemeinsame Position der süddeutschen Molkereiverbände zur zukünftigen Ausrichtung der Milchviehhaltung zu veröffentlichen.

Die Molkereiverbände aus Bayern und Baden-Württemberg sowie die ihnen angeschlossenen Molkereien fordern, die Umstellung der ganzjährigen Anbindehaltung hin zu einer Laufstall- beziehungsweise Kombinationshaltung bis zum Jahr 2030 mit allen Kräften zu unterstützen. Zudem wünschen sich die Verbände Fördergelder für dieses Vorhaben von den Landesministerien.

Der Erklärung hatten sich der Genossenschaftsverband Bayern e.V. (GVB), der Baden-Württembergische Genossenschaftsverband e.V. (BWGV), der Verband der Bayerischen Privaten Milchwirtschaft e.V. (VBPM), die Interessengemeinschaft privater Milchverarbeiter Bayerns e.V. (IPMB) und der Milchwirtschaftliche Vereins Baden-Württemberg e.V. angeschlossen.

Was ist "Kombinationshaltung"?

Die Mitgliederversammlung des milch.bayern e.V. beauftragte Vorstand und Geschäftsführung, bis zum Frühjahr 2019 praxistaugliche Kriterien für die Kombinationshaltung zu erarbeiten. Dabei sollen Wissenschaft, Molkereien und Erzeugerseite einbezogen werden. Die Definition von Kriterien soll den Landwirten Hilfestellung bieten und Klarheit über die Ausgestaltung von kombinierten Haltungsformen liefern.

milch.bayern e.V. ist der freiwillige Zusammenschluss der bayerischen Milch- und Molkereibranche. Unter dem gemeinsamen Dach wollen die Mitglieder wichtige Kompetenzen bündeln, um zentrale Aufgaben der bayerischen Milchwirtschaft zu bearbeiten. Die Mitglieder des milch.bayern e.V. verarbeiten laut dem Verband rund 90 % der in Bayern erzeugten Milch.

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Artikel geschrieben von

Claus Mayer

Redakteur SÜDPLUS

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Diskussionen zum Artikel

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von Gerhard Buettner

Tierwohl und Anbindehaltung

Ich höre nur noch Tierwohl und wer fragt nach dem Wohl des Landwirtes! Geht es dem Landwirt gut, geht es seinen Tieren auch gut trotz Anbindehaltung. Wird der Landwirt mit immer mehr Auflagen und damit immer mehr Schreibkram überflutet fehlt die Zeit für seine Tiere. Welcher Verbraucher fragt nach wie die Haltungsform ist! Wichtig ist es die Lebensmittel müssen billig sein, damit noch genügend Euro`s für drei mal Urlaub im Jahr, großes Auto, neue Smatphons, Kinobildschirm in der Wohnung u.s.w. übrig bleiben. Ist das "Tierwohl" im überbelegtem Laufstall besser, als bei Andindehaltung wo jedes Tier sein eigen Platz hat? Zur Natur! ist eine vielseite Landbewirtschaftung für die Natur nicht besser, als großflächige Monokulturen?

von Matthias Zahn

Zuviel Milch,

und das sind die Auswüchse davon. Der Milchbauer wird zum Spielball bzw. lässt sich zum Spielball machen ohne Gegenwehr. Handel und Molkereien diktieren die Haltungsvorgaben im Kampf um Marktanteile. Und die Bauern steigen aus oder verrennen sich im ewigen Wachstum anstatt BDM und Milchboard zu unterstützen......

von Gerhard Steffek

@Gerhard Lindner -

wie heißt es so schön: Man darf die Frösche, deren Sumpf man trocken legen will, nicht fragen. Aber vielleicht erübrigt sich das alles. Bis in zwölf Jahren kann sich der Wolf auch bei uns flächendeckend breit gemacht haben, dann erübrigt sich das mit dem Auslauf.

von Markus Baier

Wer gibt die Vorlage

Die Molkereien untereinander wollen immer neue Standarts. Warum stehen die Molkereien nicht mal zusammen gegen den Druck des Handels.

von Gerhard Lindner

Warum werden bei diesen Entscheidungen nicht die Milchproduzenten befragt? Der Weltmarkt, welcher uns immer vorgegaukelt wird, verlangt nach Milch, welcher Art ist ihm Wurst.

von Hermann Kamm

jawohl,

macht weiter so, dann könnt ihr eure Milch bald selber melken!!!!!!!!!!!!!!!!

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