800 Landwirte diskutierten

Aktuelle Trends im Pflanzenbau auf dem BayWa Feldtag in Hohenroth

Am Dienstag fand in Hohenroth der diesjährige Feldtag der BayWa statt.

Der BayWa Feldtag im unterfränkischen Hohenroth ist längst ein Klassiker: Jedes Jahr informieren sich bis zu 800 Landwirte über aktuelle Trends im Ackerbau und diskutieren mit den BayWa Pflanzenbauberatern verschiedene Anbaustrategien. Auf sieben Hektar Versuchsfeld hat die BayWa in Hohenroth dauerhaft verschiedene Sorten-, Dünge- und Pflanzenschutzversuche angelegt, deren Ergebnisse aus dem aktuellen Jahr am Dienstag vorgestellt wurden.

Ergänzt wurden die Feldführungen mit einer Technik-Schau und Live-Vorführung, Informationen über Qualitäts-Schmierstoffe, Sonder-Kraftstoffe und den Vorratsschutz bei der Ernteeinlagerung sowie Beratungsangebote rund um Smart Farming und ökologischen Landbau.

Ackerbau findet in Hohenroth auf anspruchsvollen Lagen statt: Direkt an der Rhön gelegen, fällt vergleichsweise wenig Niederschlag und die Böden sind reich an Steinen. Die Getreidesorte Dinkel kommt damit sehr gut zurecht: Mit einer Anbaufläche von über 9.000 Hektar zählt die Region Unterfranken zu den Hauptanbaugebieten für das gesunde Urkorn. Die BayWa unterstützt den Landwirt dabei vom Acker bis zur Erfassung. Mit den am Standort Mellrichstadt gewonnenen Dinkelkernen beliefert das Unternehmen hauptsächlich Mühlen in Deutschland, exportiert aber auch größere Mengen bis nach Israel oder Japan. Sogar aus den Überresten, den Dinkelspelzen, wird in Mellrichstadt ein wertvolles Produkt für die Tierhalter in der Region produziert.

Auch der Öko-Landbau gewinnt in Unterfranken mehr und mehr an Bedeutung, der Landkreis Rhön-Grabfeld, zu dem Hohenroth gehört, gilt als Öko-Modellregion und weist bayernweit mit den höchsten Anteil an Öko-Flächen auf. Im Rahmen des Konzeptes „BayWa Öko“ bietet die BayWa Saatgut, Zwischenfrüchte, Dünger und Pflanzenschutzmittel für Bio-Betriebe an. Zwölf BayWa Agrar-Standorte in Unterfranken sind derzeit für den Handel mit Betriebsmitteln für den Öko-Landbau zertifiziert, darunter auch Bad Neustadt a. d. Saale und Mellrichstadt. Hinzu kommt ein Angebot an Maschinen, zum Beispiel Hackgeräte, Fütterungstechnik, Futter- und Tierhygienemittel sowie diverse Dienstleistungsangebote wie etwa die biologische Maiszünslerbehandlung via Drohne, die auch im konventionellen Landbau immer stärker nachgefragt wird.

Der Einsatz von Drohnen, Sensoren und Satellitendaten ermöglicht einen effizienten Einsatz von Betriebsmitteln: Landwirte sichern so Ertrag und Qualität, ohne die Umwelt zu belasten. Experten des BayWa Tochterunternehmens FarmFacts stellten in Hohenroth unter anderem zwei teilflächenspezifische Düngeverfahren vor: den GreenSeeker, ein am Traktor angebauter Pflanzensensor, der den aktuellen Düngebedarf direkt an der Pflanze misst, sowie das neue Softwaremodul NEXT N Manager Pro des BayWa Tochterunternehmens FarmFacts, dessen Düngeempfehlung auf der Analyse von Satelliten- und Wetterdaten in Kombination mit einem Pflanzenwachstumsmodell basieren.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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